Etappenziel: Final Four

Kann die MT Melsungen den Europacup gewinnen?

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Gehörte zu den Aktivposten im Gruppenspiel gegen Cocks: Melsungens Felix Danner (Mitte). Hier versucht Nico Rönnberg (rechts) vergeblich, den MT-Kreisläufer aufzuhalten. Links im Bild: Yury Lukyanchuk (Cocks).

Kassel. Das Lob kam aus berufenem Munde. „Vielleicht gelingt es Melsungen, den Europacup zu gewinnen. Die Qualität dazu hat diese Mannschaft auf jeden Fall“, sagte Gintaras Savukynas.

Der Handball-Trainer von Riihimäki Cocks bezog mit seiner Mannschaft im abschließenden Gruppenspiel in Kassel eine herbe 19:33-Packung gegen die MT und musste dabei die Klasse der Nordhessen neidlos anerkennen.

So weit voraus mag Melsungens Coach Michael Roth nicht blicken. „Unser Ziel muss erst einmal das Final Four sein. Und es wird nicht einfach sein dahin zu kommen.“ Am späten Vormittag des Dienstags werden seine Schützlinge wissen, auf wen sie Ende April im Viertelfinale stoßen werden.

Die Auslosung

Um 11 Uhr beginnt die Auslosung bei der Europäischen Handball-Föderation (EHF) in Wien. Dabei werden nur drei Paarungen festgelegt. Frisch Auf Göppingen ist als Gastgeber des Finalturniers am 21./22. Mai in der heimischen EWS-Arena bereits qualifiziert.

Im ersten Lostopf sind die drei Bundesligisten Melsungen, Füchse Berlin und SC Magdeburg, im zweiten die drei besten Gruppenzweiten: Helvetia Anaitasuna aus Spanien, Grundfos Tatabanya aus Ungarn und St. Raphael Var aus Frankreich. Ein Aufeinandertreffen mit einem Gruppengegner ist nicht möglich - im Fall der MT heißt dies: kein neuerliches Duell mit Anaitasuna aus Pamplona. So bleiben nur Tatabanya und St. Raphael als mögliche Kontrahenten.

Die Übertragung

Der europäische Verband zeigt die Auslosung ab 11 Uhr live über seine Facebook-Seite und über EHF TV bei Youtube. Da die Melsunger Mannschaft in dieser Zeit in der Röhrenfurther Vierbuchenhalle eine Übungseinheit absolviert, wird Assistenz-Trainer Mile Malesevic das Geschehen in Wien im Internet verfolgen und das Team umgehend informieren, sobald der nächste Europacup-Gegner der Nordhessen feststeht.

Die Hoffnung

Vor zwei Jahren schied die MT gegen den dänischen Vertreter Skjern nur aufgrund der weniger erzielten Auswärtstore aus. „Aus diesem Vergleich haben wir gelernt“, meint Kreisläufer Felix Danner, „das sieht man daran, dass wir in der Gruppenphase auswärts nie hoch verloren haben.“ Bei den Niederlagen in Pamplona und bei Benfica Lissabon betrug der Abstand nicht mehr als zwei Treffer.

„Skjern hatte auch eine andere Klasse“, erinnert sich Kapitän Michael Müller an eine enge Auseinandersetzung, „wichtig ist, dass wir nun selbst endlich in Tritt gekommen sind.“

Das MT-Programm

Vor dem Hinspiel im EHF-Pokal, das die Melsunger als Gruppensieger definitiv auswärts bestreiten müssen, hat die MT noch zwei Bundesliga-Begegnungen zu meistern. Am Ostersamstag, 15. April (19 Uhr), geht es zum Abstiegskandidaten nach Coburg, vier Tage später gastieren die Füchse aus Berlin ab 20.15 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle.

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