Vielleicht gegen Leipzig dabei

Der Kapitän ist bald an Bord: MT-Spielführer Michael Müller steigt wieder ins Training ein

Geht auch in den Trainingsklamotten voran: Der verletzte MT-Kapitän Michael Müller liefert sich ein Wortgefecht mit den Magdeburgern Michael Damgaard (vorn, 2. von rechts) und Matthias Musche (rechts), bis Schiedsrichter Marijo Zupanovic eingreift. Im Hintergrund von links: die Melsunger Akteure Tobias Reichmann (verdeckt), Lasse Mikkelsen, Philipp Müller und Finn Lemke. Foto: Schachtschneider

Kassel. In den ersten Wochen saß Michael Müller im Zuschauerraum. Als sein Zwillingsbruder Philipp wieder fit war, änderte sich auch die Position des Kapitäns.

Der Handball-Profi des Bundesligisten MT Melsungen unterstützte Trainer Michael Roth und dessen Assistenten Mile Malesevic an der Seitenlinie. Nun deutet sich der nächste Schritt an: Wenn er in den nächsten Übungseinheiten die Belastung rasch erhöhen kann, steht einer Rückkehr in der Partie am Sonntag, 5. November (15 Uhr), beim SC DHfK Leipzig nichts im Wege.

Genau 63 Tage wären dann vergangen, seitdem Müller mit dem Motorroller stürzte und sich dabei einen Wadenbeinbruch zuzog. Wochenlang musste er einen Spezialschuh tragen. „Das Wadenbein ist sehr gut zusammengewachsen“, erklärt der 33-Jährige. Er ist schmerzfrei. Er kann wieder joggen, radfahren und so weiter. Wenn seine Teamkollegen zuletzt am Angriff- und Abwehrspiel feilten, arbeitete Müller mit Physiotherapeutin Jenny Bajerke und warf ein paar Bälle gegen die Hallenwand. Damit er so schnell wie möglich wieder aufs Feld zurückkehren kann.

Klar, nur von der Bank zuschauen – das nervt irgendwann gewaltig. Andererseits bekam er einen anderen Blick auf die sportliche Entwicklung der Mannschaft. Der Deckung stellt der Kapitän ein gutes Zeugnis aus: „Die Abwehr stand zuletzt sehr gut.“

Allerdings: „Wir haben im Angriff noch nicht die nötige Konstanz. Das erkennt man an unserer Tordifferenz“, sagt der Kapitän. Der Tabellenvierte Melsungen steht bei 272:261 Treffern – und ist deutlich schlechter als die davor rangierenden Klubs. „Wir leben noch zu sehr von der individuellen Stärke“, meint Müller vor allem mit Blick auf die Wurfgewalt von Julius Kühn und Dener Jaanimaa.

Mit seiner Rückkehr steigen die Möglichkeiten in der Offensive. Vor allem, weil er es versteht, die Kreisläufer einzusetzen. Zuletzt hingen Marino Maric, Johannes Golla oder Felix Danner etwas in der Luft. „Wir haben viele unterschiedliche Spielertypen, das sorgt für Vielfalt“, hofft Müller, dass das Team demnächst noch schwerer auszurechnen ist. Zumal Tobias Reichmann in seiner Abwesenheit gezeigt hat, dass er nicht nur ein exzellenter Rechtsaußen ist, sondern auch im rechten Rückraum aushelfen kann. Auf Michi Müllers Position.

Alle fünf Neuzugänge sind längst integriert. „Man merkt wenig davon, dass wir fünf Neue haben“, erklärt der Routinier, „es macht Spaß, und die Stimmung in unserer Kabine ist gut.“

Müller wird voraussichtlich am Freitag mit nach Radeberg reisen, wo ab 19 Uhr ein Freundschaftsspiel der MT gegen den Zweitligisten Dresden ansteht. Für einen Einsatz kommt er allerdings noch nicht in Frage.

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