Mittwoch Test beim Team um Timo Meinl 

Melsunger Bundesliga-Handballer künftig ohne Mannschaftsrat

Bild für das Familienalbum: Melsungens Kapitän Nenad Vuckovic (hier mit Sohn Aleksa) wird ab sofort auf dem Feld nicht nur von seinen Stellvertretern, sondern auch von Michael Müller unterstützt. Foto: Kasiewic

Melsungen/Bremen. „Das war das Ergebnis einer guten Trainingswoche.“ Michael Roth, der Coach des Handball-Bundesligisten MT Melsungen, freute sich zwar über die beiden Siege beim Erima-Cup in Bremen gegen Hannover-Burgdorf und Flensburg-Handewitt (wir berichteten), mochte die Erfolge aber auch nicht überbewerten.

Klar, es handelte sich lediglich um zwei weitere Tests. Dass die Abwehr inklusive Torwart jedoch zusehends sicherer steht, gefiel dem Trainer merklich.

Die Tage in Bremen hatten die Melsunger aber nicht nur genutzt, um spieltaktisch voranzukommen. Es wurde auch festgelegt, dass Nenad Vuckovic weiter als Kapitän fungieren wird und Felix Danner sowie Michael Allendorf seine Stellvertreter sein werden. Einen Mannschaftsrat gibt es indes nicht mehr. Stattdessen bekommen Vuckovic und seine beiden Mitstreiter jeweils einen Paten zur Seite gestellt. Bei Vuckovic ist dies Michael Müller, bei Danner dessen Kollege im Innenblock Philipp Müller und bei Allendorf Spielmacher Patrik Fahlgren. „Dann können sie sich gegenseitig bremsen, falls einer von beiden auf dem Feld mal überdrehen sollte“, erläutert Michael Roth.

Doch auch der Rest des Teams hat Aufgaben übertragen bekommen. So wurden unter anderem ein Kassen- (Mikael Appelgren) und ein Musikwart (Danner) bestimmt. Letzterer wird am Mittwoch auf der Fahrt nach Dresden benötigt, wenn die MT ab 19 Uhr (Margon Arena) ein Testspiel bei HC Elbflorenz Dresden bestreitet. Der Drittligist peilt in der kommenden Runde einen Rang unter den ersten drei an. Für Michael Roth gibt es ein Wiedersehen mit Peter Pysall. Den früheren Leutershäuser Coach kennt der Melsunger Trainer schon aus seiner aktiven Zeit, als Pysall DDR-Auswahlspieler war.

Früher in Gensungen

Ein besonderes Spiel wird es für Dresdens Torwart Timo Meinl sein, der aus Wanfried stammt und als früherer Gensunger Zweitliga-Schlussmann des Öfteren mit der MT zu tun hatte. „Ich freue mich immer auf Duelle mit Teams aus Nordhessen“, betont Meinl. In der Vorsaison traf er auf Baunatal, wo Cousin Phil Räbiger aktiv ist. Dessen Bruder Colin stand bis vor Kurzem im Melsunger Aufgebot. Meinl erreichte 2007 zu seiner Zeit in Eisenach in einem Freundschaftsspiel gegen die MT mal ein 32:32. Weshalb er dem Kräftemessen mit dem Bundesligisten gelassen entgegenblickt: „Für unsere jüngeren Leute im Team ist das eher ein Highlight.“ Neben Meinl sind der Ex-Auer Alexander Matschos sowie Rico Göde (früher Berlin) und der Schwede Gabriel de Santis (als Ersatz für den Ex-Mündener Knudsen geholt) zu beachten.

Von Björn Mahr

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