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Handball-Profis Timo Kastening und Tobias Reichmann sorgen für Schlagzeilen

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Von: Björn Mahr

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Waren nicht nur Kollegen in der Nationalmannschaft: die Rechtsaußen Timo Kastening (links) und Tobias Reichmann.
Waren nicht nur Kollegen in der Nationalmannschaft: die Rechtsaußen Timo Kastening (links) und Tobias Reichmann. © Sascha Klahn

Rechtsaußen im Fokus: Timo Kastening, Handball-Nationalspieler der MT Melsungen, zeigt sich nach einer Trunkenheitsfahrt reumütig. Und der Ex-Melsunger Tobias Reichmann wechselt zum Drittligisten TV Emsdetten.

Kassel – In der vergangenen Saison teilten sie sich beim Handball-Bundesligisten MT Melsungen noch die Arbeit auf der Rechtsaußen-Position: die deutschen Nationalspieler Timo Kastening und Tobias Reichmann. Zurzeit sorgen beide für Aufsehen. Reichmann, weil er nach seinem Abschied von der MT einen neuen Arbeitgeber gefunden hat. Und Kastening, weil er mit einer Trunkenheitsfahrt in die Schlagzeilen geriet.

Timo Kastening

Wie die Bild-Zeitung berichtete, wurde Kastening nach einer Geburtstagsparty Ende Januar von einer Polizeistreife angehalten. Das Ergebnis nach der Blutentnahme: 1,6 Promille. „Es ist passiert. Mein Verhalten ist unentschuldbar. Es war der dümmste Fehler, den ich machen konnte. Ich weiß, dass ich daraus lernen werde“, sagte Kastening dieser Zeitung. Den Führerschein ist der 27-Jährige jetzt erst mal los.

„Wir alle kennen Timo Kastening als fairen, untadeligen und hochmotivierten Sportsmann. Mit seiner Fahrt unter Alkoholeinfluss im privaten Umfeld hat er jedoch einen schweren Fehler begangen und unverantwortlich gehandelt. Wir missbilligen dieses Verhalten ausdrücklich, nicht zuletzt wegen der Vorbildfunktion, die ein Profisportler gerade für jüngere Menschen hat“, sagt MT-Manager Axel Geerken. Für den Bundesligisten ist die Angelegenheit damit erledigt. Es werden keine weiteren Maßnahmen ergriffen. „Timo ist dieses Fehlverhalten bewusst. Er bereut es zutiefst und hat dafür auch uns als seinen Arbeitgeber ausdrücklich um Entschuldigung gebeten“, erklärt Geerken weiter.

Im MT-Lager hofft man nun, dass Kastening im Aufbautraining weitere Fortschritte macht und nach einer im April erlittenen Kreuzbandverletzung zur Rückrunde wieder einsatzbereit ist. „Ich bin im Soll“, stellt der MT-Profi klar. Zurzeit ist er in der Reha in Donaustauf.

Tobias Reichmann

Reichmann bildete mit Kastening nicht nur bei der MT, sondern auch in der Nationalspieler ein Duo auf Rechtsaußen. Jetzt wechselt der 34-Jährige – wie bereits gestern kurz berichtet – für ein Jahr zum Drittligisten TV Emsdetten. Dort soll er allerdings auf Halbrechts spielen und dazu beitragen, dass der Klub in die zweithöchste Klasse zurückkehrt. „Es ist eine tolle Herausforderung für mich, im rechten Rückraum spielen zu können“, sagt Reichmann. Während seiner Profikarriere tat er das nur in Ausnahmefällen.

„Ich habe nur positive Nachrichten bekommen. Die Leute freuen sich mit mir, dass es im Handball weitergeht“, erklärt der gebürtige Berliner. Bei der MT war sein Vertrag nicht verlängert worden.

Seine Familie bleibt im nordhessischen Guxhagen wohnen. Wie oft er nach Hause kommen kann, hängt vom Spiel- und Trainingsprogramm ab.

Mit Emsdetten hatte Reichmann während seiner bisherigen Laufbahn nicht viel zu tun. Mit der Reserve des SC Magdeburg hat er aber vor vielen Jahren schon einmal gegen den TVE gespielt hat. (Björn Mahr)

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