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Kaum Freude über Platz sechs: MT Melsungen nach 22:22 gegen Bergischen HC

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Von: Maximilian Bülau, Björn Mahr

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Enttäuschte Melsunger Spieler: Gleb Kalarash (links) und Julius Kühn.
Enttäuschte Melsunger Spieler: Gleb Kalarash (links) und Julius Kühn. © Dieter Schachtschneider

Bei den Handballern des Bundesligisten MT Melsungen herrschte nach dem Punktverlust gegen den Bergischen HC Enttäuschung.

Kassel – Nach dem 15. Spieltag in der Handball-Bundesliga belegt die MT Melsungen den sechsten Rang. Es ist die beste Platzierung der Nordhessen in dieser Saison. Nach dem Saisonauftakt bei den Rhein-Neckar Löwen und einer 25:36-Auswärtspackung fand sich das Team erst einmal auf der vorletzten Position wieder. Und der Rückstand auf den fünftplatzierten SG Flensburg-Handewitt beträgt lediglich noch vier Punkte. Richtig Freude kam bei den Melsungern am Wochenende dennoch nicht auf. Der Grund: Ein enttäuschendes 22:22 gegen den Bergischen HC, der bis dahin noch nie etwas Zählbares aus Kassel mitnehmen durfte.

Der Unmut war an den Gesichtern abzulesen. „Wir haben vieles probiert und auch Lösungen gefunden, aber unsere Chancen nicht genutzt“, beklagte Sportdirektor Michael Allendorf die Abschlussschwäche des Teams. In die gleiche Kerbe schlug Trainer Roberto Garcia Parrondo: „Zwei Punkte wären möglich gewesen. Wir haben leider viele Möglichkeiten von acht Metern ausgelassen.“ Etliche Würfe wurden eine Beute des starken BHC-Schlussmanns Christopher Rudeck.

Kreisläufer Arnar Freyr Arnarsson, der mit fünf Treffern bei fünf Versuchen Melsungens bester Angreifer war, sah die Probleme nicht nur in der Offensive: „Wir waren in Abwehr und Angriff nicht gut genug. Das ist ein Punktverlust.“ Zwar mochte niemand die schwierige personelle Lage bei der MT als Ursache ausmachen, ganz ausblenden lassen sich die Ausfälle aber eben auch nicht. „Es ist schwierig, wenn nicht die ganze Mannschaft trainieren kann“, bedauerte Arnarsson. Noch deutlicher wurde Parrondo: „Wir hatten eine Phase, in der wir gut aufeinander eingestellt waren. Dann sind zwei weitere Spieler rausgefallen.“ Der Spanier sprach damit die Verletzungen der beiden kroatischen Nationalspieler Ivan Martinovic und David Mandic an. Jetzt, so Parrondo, müsse sich das Team erst wieder an neue Abläufe gewöhnen.

Zumal ein Mann dazukam, der seit der Partie bei den Löwen gefehlt hat: Julius Kühn. Am vergangenen Donnerstag hatte er Grünes Licht bekommen von der medizinischen Abteilung und war ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Parrondo setzte ihn erst einmal nur in der Deckung ein. Mehr war nicht geplant: „In der Offensive wäre die Belastung für den Fuß eine ganz andere gewesen“, räumte der deutsche Nationalspieler ein. So verließ er das Feld zumindest persönlich mit einem ganz guten Gefühl: „Für die Psyche hat mich der Einsatz weitergebracht. Etwas Unsicherheit hatte ich ja noch im Fuß.“

Rogerio Moraes Verletzter MT-Profi
Rogerio Moraes, verletzter MT-Profi. © Fischer, Andreas

Nun erhofft sich Kühn immer mehr Spielanteile. „Vielleicht kann ich in Kiel auch schon im Angriff mitmischen“, sagt der 29-Jährige. Am kommenden Sonntag ab 16.05 Uhr gastieren die Nordhessen beim Rekordmeister THW Kiel. „Wir haben jetzt einen Punkt verloren. Nun müssen wir uns den woanders wiederholen.“

Zu gern wäre auch Rogerio Moraes als früherer Kieler in der Wunderino-Arena dabei. Allerdings ist der Zeitpunkt seines Comebacks noch offen. Der Brasilianer hatte im September einen Sehnenrisss im rechten Daumen erlitten. Allendorf ist vorsichtig: „Bei einer Verletzung an der Wurfhand sind die letzten fünf Prozent ganz wichtig.“ In Kiel würde er auf gute Bekannte wie Domagoj Duvnjak, Niklas Landin und Rune Dahmke treffen. „Ich würde gern mitspielen“, stellt Moraes fest, „aber ich werde nur mitkommen, wenn ich auch wieder einsatzbereit bin.“ Spätestens zum Pokal-Kracher gegen die Rhein-Neckar Löwen am Mittwoch, 21. Dezember, ab 19.30 Uhr soll der Südamerikaner wieder dabei sein. (Björn Mahr und Maximilian Bülau)

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