Von Topscorern und Überraschungen

Auffälligkeiten der Handball-Bundesliga: Keiner trifft so oft wie Kühn

Topscorer: Julius Kühn von der MT Melsungen. Foto: Fischer

Kassel. Es läuft noch nicht alles rund bei der MT Melsungen zum Saisonstart. Auch beim Aufsteiger TV Hüttenberg ließ die Mannschaft von Trainer Michael Roth zu viele Chancen liegen und machte sich das Leben unnötig selbst schwer.

Dennoch: Vier Punkte stehen nun zu Buche. Am Sonntag steht beim Heimspiel gegen den THW Kiel (12.30 Uhr) der erste Kracher an. Die Auffälligkeiten des Bundesliga-Spieltags:

1.Der Topscorer: Julius Kühn taucht gleich zweimal ganz oben in den Bestenlisten der Bundesliga auf. Zum einen als Akteur mit den meisten Toren. 21 Treffer erzielte der Rückraumspieler bereits – keiner davon war ein Siebenmeter. Hinzu kommen 14 Torvorlagen. Bei einer weiteren, nicht ganz so erfreulichen Kategorie, ist Kühn zudem auf Rang zwei: Bei den Fehlwürfen. 15-mal ging einer seiner Versuche am Tor vorbei oder wurde geblockt. Dafür wurden nur zwei seiner Würfe vom gegnerischen Torwart pariert.

2.Der neue Spielplan: Was zu Kühns Topwerten erwähnt werden muss: Die MT bestritt bereits drei Spiele, andere Vereine nur zwei oder gar eines. Dabei klang der Plan vor der Saison noch gut: Damit ein Spieltag nicht mehr über die Woche verteilt ist, wurden die Partien auf zwei Tage und drei Anwurfzeiten komprimiert. In der Praxis sieht das anders aus. So spielte die MT vergangenen Donnerstag um 20.30 Uhr, nicht um 19 Uhr. Lübbecke traf am Mittwoch auf Kiel, obwohl der Mittwoch eigentlich kein Spieltag ist. So kommt es nun, dass die meisten Mannschaften bislang drei Spiele bestritten haben (zum Beispiel die MT Melsungen), einige zwei Spiele (Hannover-Burgdorf und Kiel), die Füchse Berlin aber nur ein Spiel.

3.Die Ungeschlagenen: Dass der THW Kiel nach zwei Begegnungen ungeschlagen sein würde, konnte man ahnen. Bei der TSV Hannover-Burgdorf nicht unbedingt. Das lag vor allem am Spielplan, der den Recken bereits die SG Flensburg-Handewitt und die HSG Wetzlar bescherte. Doch beide Duelle gingen an die TSV. Nun treffen die ungeschlagenen Teams im Nachholspiel des ersten Spieltags am Donnerstag aufeinander. Ohne Niederlage sind übrigens auch noch die Füchse Berlin – allerdings haben die auch erst einmal gespielt (siehe vorheriger Punkt).

4.Die Aufsteiger: Der TV Hüttenberg, Die Eulen Ludwigshafen und der TuS N-Lübbecke schafften in der vergangenen Spielzeit den Aufstieg aus der zweiten Liga ins Oberhaus. In der Bundesliga läuft es jedoch noch nicht so gut. Die drei Teams stehen nach je drei Partien vereint am Tabellenende. Alle drei ohne Punktgewinn.

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