Kreisläufer kennt Kiels Spielmacher aus der kroatischen Auswahl

Kiels Duvnjak ist ein Fall für Melsungens Maric

Drei gegen einen: Melsungens Marino Maric (Mitte) bekommt es heute wieder mit seinem Landsmann Domagoj Duvnjak (2. von links) sowie Joan Canellas (links) zu tun. Kiels Kapitän René Toft Hansen (rechts) ist indes für die Partie gesperrt. Foto: Koch

Kassel/Kiel. Im Topspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen war Michael Roth in der zweiten Halbzeit gezwungen, eine personelle Veränderung vorzunehmen.

Durch das Ausscheiden des an der Schulter verletzten Michael Allendorf beorderte der Trainer des Handball-Bundesligisten MT Melsungen Marino Maric auf die vorgezogene Position der 5:1-Deckung. „Und Marino hat diese Rolle sofort super angenommen“, lobte Roth nach dem 25:23-Sieg seines Teams. Klar, den Gästen war es weiterhin kaum möglich, Lücken in den MT-Verband zu reißen und die erhofften Sperren zu stellen. „Wir standen sehr kompakt“, erklärte Maric.

Da Mitstreiter Allendorf auch für die nächste Spitzenbegegnung am heutigen Mittwoch ab 20.15 Uhr (live im TV bei Sport 1) beim amtierenden Deutschen Meister THW Kiel auszufallen droht, ist es gut möglich, dass der kroatische Kreisläufer diesmal von Beginn an auf der Spitze verteidigt. Zumal der 25-Jährige dort auf einen guten Bekannten trifft: Kiels Superstar Domagoj Duvnjak ist ein Kollege aus der Nationalmannschaft der Kroaten.

„Dule“, so der Spitzname des Welthandballers von 2013, präsentiert sich seit Wochen in großartiger Form und ist aus dem Team von Coach Alfred Gislason nicht wegzudenken, „Er ist ein echter Topspieler“, sagt Maric über seinen Landsmann, „wir müssen sehr gut vorbereitet sein.“ Umso mehr, als der spielstarke Angreifer des THW nicht nur gefährlich über die Mitte-Position kommt, sondern auch aus dem linken Rückraum für Druck sorgen kann. Falls Maric den Auftrag erhält, die Kreise von Duvnjak empfindlich zu stören, ist der Kreisspieler bereit: „Ich werde alles probieren. Ich brauche ein gutes Auge für die Situation.“

Die Melsunger werden ihr Hauptaugenmerk ohnehin nicht nur auf den Ex-Hamburger legen. „Man würde es sich zu einfach machen, wenn man sich nur auf Duvnjak konzentriert“, betont Roth. Schon deshalb, weil auf den Halbpositionen wurfgewaltige Akteure wie Marko Vujin, Steffen Weinhold und Christian Dissinger wertvolle Dienste leisten.

„In Kiel herrschen immer andere Gesetze“, warnt der Melsunger Coach mit Blick auf eine stets aufgeheizte Stimmung in der Sparkassen-Arena. Soll heißen: Selbst eine Top-Leistung reicht der Gästemannschaft nicht automatisch für einen Erfolg. Die MT baut natürlich darauf, dass ihre Hintermannschaft sicher steht und Torwart Johan Sjöstrand die starken Leistungen der vergangenen Wochen bestätigt.

„Wir sind nicht besonders heiß wegen Johans Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Wir sind top-motiviert, weil wir Tabellenzweiter sind“, verdeutlicht Maric den Ehrgeiz seines Teams. Aber er und seine Kameraden sind auch absolut realistisch und zollen dem Kontrahenten gehörigen Respekt: „Das ist verdammt schwer. Das ist Kiel.“

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