Der Knaller zum Jahresabschluss: MT empfängt Flensburg

Freut sich auf die Partie gegen Flensburg-Handewitt: MT-Linksaußen Michael Allendorf. Foto:  Fischer

Kassel. Die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen empfangen am Dienstag ab 18.15 Uhr die SG Flensburg-Handewitt. Wir übertragen das Spiel live bei Radio HNA.

Wie heißt es: Das Beste kommt zum Schluss. Im Fall der Bundesliga-Handballer der MT Melsungen müsste der Spruch so lauten: Der Beste kommt zum Schluss. Das letzte Spiel in diesem Jahr bestreiten die Nordhessen gegen den Spitzenreiter, die SG Flensburg-Handewitt (18.15 Uhr). Ein Knaller zum Jahresabschluss. Die Kasseler Rothenbach-Halle ist seit Monaten ausverkauft. „Wir haben die Riesenmöglichkeit, mit einem Spiel viel wieder gut zu machen“, sagt Michael Allendorf.

Wie seine Teamkollegen geht der Linksaußen mit einem guten Gefühl in die Partie. „Der Tabellenführer kommt. Die Hütte ist voll - was willst du mehr? Wir können nur gewinnen“, sagt der 30-Jährige. Die Mannschaft habe sich vorgenommen, die Fans mit einem guten Gefühl nach Hause und ins neue Jahr zu schicken. Vier Aspekte vor der Partie gegen den Meisterschaftsaspiranten:

1. Das Personal:  Da sieht es bei der MT nicht so prickelnd aus. Gabor Langhans, Nenad Vuckovic, Dener Jaanimaa und Svetislav Verkic fallen definitiv aus. Hinter dem Einsatz von Kreisläufer Felix Danner stünde ein Fragezeichen, sagt Michael Roth: „Und leider ein ganz großes“, ergänzt der MT-Trainer. An den personellen Engpass hätten sie sich gewöhnt. Das Problem ist nur, dass zuletzt in den Schlussminuten ein wenig die Kraft fehlte - wie die bittere Niederlage in Magdeburg zeigte. Das Gast hingegen läuft mit voller Kapelle auf. Am Ende könnte also die Kondition ein entscheidender Faktor sein.

2 . Die Abwehrvarianten: Erst vor zwei Wochen trat die MT im Viertelfinale des DHB-Pokals in Flensburg an. „Eine ausführliche Videoschulung können wir uns jetzt sparen“, sagt Allendorf mit einem Augenzwinkern. Obwohl nach dieser Pokalpartie wie auch zuletzt in Magdeburg nichts Zählbares herauskam, könnten sie auf den gezeigten Leistungen aufbauen, sagt der Linksaußen. „Wir haben endlich wieder guten Handball geboten.“ Vor allem stand die Deckung stabil. Darauf wird es ankommen. Roth kündigt an, sich wieder etwas Neues einfallen zu lassen, um den starken Flensburger Rückraum in Schach zu halten. Vor zwei Wochen ging der Plan mit einer versetzten 5:1-Variante in weiten Teilen auf. Allendorf sagt: „Daran müssen wir anknüpfen.“

3. Die Ruhe: Dass es zuletzt bei der MT besser lief, lag zudem daran, „dass wir in unseren Angriff mehr Ruhe reinbekommen haben“, erklärt Allendorf. Bis vor einigen Wochen wollten sie zu oft mit dem Kopf durch die Wand. „Wir waren verunsichert, und jeder wollte es so schnell wie möglich besser machen.“ Und das hätte letztlich zu mehr Verkrampfung geführt. Deswegen fordert Allendorf, in der Vorwärtsbewegung geduldig vorzugehen.

4. Der Druck:  Die MT braucht jeden Punkt - warum nicht gegen Flensburg? Einen Riesendruck würden sie aber nicht spüren, sagt Allendorf. Viel hänge von einem schnellen Rückzugsverhalten ab, um die Gäste erst gar nicht zum Kontern einzuladen. Dabei denkt er an das Heimspiel gegen Kiel, als die Nordhessen in der ersten Hälfte regelrecht überrannt wurden. „Das müssen wir verhindern“, sagt Allendorf. Die MT-Handballer sind bereit, den Fans einen schönen Jahresabschluss zu bescheren.

• Die Begegnung wird live bei Sport 1 übertragen.

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