Schnellcheck zum Melsungen-Spiel

Größter Erfolg der Vereinsgeschichte: MT erreicht Gruppenphase im Pokal

Die nächste Hürde genommen: Melsungens Handballer überwintern im EHF-Cup. Foto: Mahr

Presov. Die MT hat einen riesengroßen Erfolg der Vereinsgeschichte unter Dach und Fach gebracht. Denn trotz einer 25:26 (11:16)-Niederlage bei Tatran Presov steht das Team von Trainer Michael Roth, zum ersten Mal auf europäischer Bühne vertreten, in der Gruppenphase des EHF-Pokals.

Am kommenden Donnerstag geht die Auslosung in Wien über die Bühne. Der Schnellcheck zur Partie:

DAS SPIEL

Die Melsunger knüpften nahtlos da an, wo sie am Mittwoch gegen Minden in der Bundesliga aufgehört hatten: 7:0 nach zwölf Minuten. Viel besser konnte es für die Nordhessen nicht laufen, die wie gewohnt ihre Angriffe überlegt vortrugen und sich gute Chancen erarbeiteten, die Michael Müller, Momir Rnic und Johannes Sellin zu nutzen wussten. Das erste Tor der Hausherren, die sich vor allem in der Anfangsphase gegen die konzentriert in der Deckung verteidigenden Gäste etliche Stockfehler leisteten, fiel erst in der 13. Minute durch den Hünen Dajnis Kristopans. Danach taute Tatran etwas auf, vergab aber einige freie Bälle gegen Schlussmann Mikael Appelgren. So pendelte sich der Vorsprung der Roth-Schützlinge bei fünf Toren ein. Eigentlich nicht zu erwarten, dass dieser schnell verspielt sein könnte – so, wie der erste Durchgang verlaufen war. Doch genau so kam ́s: 16:16 (35.). Kurz darauf hieß es sogar 18:17 für die Hausherren. Bei den Gastgebern drehten vor allem der Ex-Melsunger Regisseur Alexandr Radcenko, der schnelle Außen Radoslav Antl (10 Tore) sowie Torwart Svetislav Verkic auf. Zumindest schafften es die David-Mannen mit zwei Treffern Differenz in Führung zu gehen (24:22, 54.). Doch zu mehr reichte die Zeit nicht. Zumal der deutsche Bundesligist in schwierigen Phasen stets Cleverness bewies. Die besten Melsunger Werfer waren Patrik Fahlgren (5), Michael Müller (5) und Momir Rnic (5).

WICHTIGE STÜTZE

MT-Torwart Mikael Appelgren zeigte in der ersten Hälfte tolle Paraden. Und in der zweiten Hälfte, als Presov optische Vorteile hatte, gab er seinen Vorderleuten mit einigen Glanztaten den nötigen Rückhalt.

DIE STIMMUNG

Der MT war ein Hexenkessel angekündigt worden. In einen solchen konnten die 3125 Anhänger der Heimsieben die Tatran-Arena allerdings nicht verwandeln. Allerdings gab ihnen der Spielverlauf auch zu spät Hoffnung, das Wunder von Presov zu erleben. Stimmungsvoll war auf jeden Fall der Auftritt eines jungen weiblichen Tatran-Fans in der Halbzeitpause. Dieser intonierte große Hits der Pop-Geschichte.

DER EHRENGAST

Auf Einladung von Tatran-Klubchef Miloslav Chmeliar verfolgte der frühere Melsunger Coach Rastislav Trtik mit großem Interesse die Begegnung. Klar, dass Trtik einige Hände schütteln musste. MT-Teamarzt Dr. Bernd Sostmann, Pressesprecher Bernd Kaiser, Betreuer Matthias Horn und Teammanager Sandor Balogh waren schließlich Weggefährten.

Von Björn Mahr

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