Kommentar zum Hessenderby der MT gegen Wetzlar: Viel zu oft aus der Spur

Die MT Melsungen hat in der Handball-Bundesliga mit der Pleite in Wetzlar einen Fehlstart in die Restrunde hingelegt. Die Sorge ist groß, dass die Restrunde für die Melsunger deutliche Parallelen zum ersten Abschnitt dieser Serie aufweisen könnte, sagt unser Redakteur Björn Mahr in seinem Kommentar.

Stellen Sie sich vor, es ist Hessenderby in der Handball-Bundesliga - und die eine Mannschaft tritt in der ersten Halbzeit so auf, als hätte sie das lockere Aufwärmen einfach mal um 30 Minuten verlängert. Bis zum Mittwochabend schien eine solche Vorstellung undenkbar. Doch das Melsunger Team hat es in Wetzlar fertiggebracht.

Dass die MT die Restrunde mit einer Niederlage eröffnete, tut zweifellos weh: wichtige Punkte liegengelassen, in der Tabelle einen Rang abgerutscht und endgültig näher an den Abstiegs- als an den Europapokal-Plätzen.

22:27 - MT Melsungen verliert Hessenderby in Wetzlar

Richtig schmerzhaft ist aber der Umstand, dass der Vorjahresvierte in einem Duell mit seinem Erzrivalen Wetzlar eine Hälfte lang kaum Emotionen zeigt und die nötige Leidenschaft vermissen lässt. Hätte die MT über 60 Minuten einen erbitterten Kampf abgeliefert und verloren, wäre der Blick auf die kommenden Aufgaben dennoch von Zuversicht begleitet - und zudem die Vorfreude auf den Start der Europapokal-Gruppenphase ungetrübt.

So aber ist die Sorge groß, dass die Restrunde für die Melsunger deutliche Parallelen zum ersten Abschnitt dieser Serie aufweisen könnte. Das heißt: Der MT-Wagen läuft zwar, aber auf dem Weg Richtung Ziel verliert er viel zu oft die Spur und kommt teilweise sogar mal am Seitenrand kurzzeitig zum Stehen.

An einen Totalschaden - und das wäre ein Abstieg - mag noch niemand so recht denken. Doch das anhaltende Stottern des Motors sollte aber als ernste Warnung zu verstehen sein.

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