Kommentar zum Ausgang des Pokalspiels der MT: Ein Eklat

Das Pokalspiel zwischen den siegreichen Löwen und der MT wurde durch einen höchst fragwürdigen Siebenmeter-Pfiff entschieden. Unser Redakteur Björn Mahr spricht von einem Eklat.

Zwei Trainerentlassungen in Magdeburg und Balingen, ein Insolvenzantrag in Hamburg – wer am Mittwochmittag gedacht hatte, dass es das für diese Woche mit den Negativ-Schlagzeilen im deutschen Spitzenhandball gewesen ist, sah sich getäuscht. Das Haarsträubendste kam erst noch beim Pokal-Kracher der Melsunger gegen die Löwen: ein unfassbarer Siebenmeter-Pfiff, der Eklat von Ludwigshafen.

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Die Fehlentscheidung der Unparteiischen drei Sekunden vor Schluss schadet diesem Sport genauso wie die leidige Diskussion um die Zukunft des HSV. Zum einen, weil offenkundig weder die Schiedsrichter noch die Spielaufsicht das Regelwerk beherrschten. Zum anderen, weil es für den Zuschauer schlicht und ergreifend nicht nachvollziehbar ist, dass eine Regel in einem nationalen Wettbewerb gilt, in einem anderen aber nicht. Der Sturm der Entrüstung, der im Netz losbrach, hat hier seine Berechtigung.

Bei allem Unverständnis über den Ausgang dieses Spiels bleibt aber auch festzuhalten: Es verbietet sich, den beiden Unparteiischen vorzuwerfen, sie wollten unbedingt, dass die Rhein-Neckar Löwen als wichtiges Zugpferd den Einzug ins Final Four in Hamburg schaffen. Über weite Phasen dieser Begegnung bildeten sie ein gutes Gespann und waren souveräne Leiter dieses Vergleichs.

Dies ändert allerdings nichts daran, dass der Ausgang dieses Duells so nicht akzeptabel ist. An einer Wiederholung dieser Partie führt kein Weg vorbei.

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