MT Melsungen erreicht Gruppenphase

Kommentar zum Europacup: Respekt für den Neuling

Björn Mahr über den Einzug der MT-Handballer in die Gruppenphase

Ein Neuling mit Niveau ist die MT Melsungen - so bewertet HNA-Sportredakteur Björn Mahr den Einzug der MT Melsungen in die Gruppenphase des EHF-Cups.

Auf den ersten Auswärtssieg im EHF-Cup müssen sie weiter warten, die Handballer aus Melsungen. Allerdings ein Umstand, der leicht zu verschmerzen ist, weil sie sich mit der knappen Niederlage in Presov noch drei weitere Chancen dafür erkämpft haben. Die MT überwintert im Europapokal - und das verdient Anerkennung und Respekt.

Anerkennung, weil die Melsunger in der Qualifikationsphase keine Handball-Exoten zugelost bekommen hatten und gehörigen Widerstand brechen mussten, um zu triumphieren. Toulouse und Presov gehören zur Gruppe der Teams, die ambitionierte Vereine bloß nicht zu früh im Wettbewerb zum Gegner haben möchten. Weil sie das Potenzial besitzen, in eigener Halle selbst große Rückstände aufzuholen.

Respekt, weil die Mannschaft von Michael Roth dem Druck standgehalten hat. Zwar ist sie noch ein Neuling auf dieser Bühne, bei einem Bundesligisten ist die Erwartungserhaltung aber immer besonders groß. Da dieser durch das harte Alltagsgeschäft in der Breite um einiges besser aufgestellt ist als das Gros der anderen Teilnehmer.

Die Gruppenphase stellt in jeder Hinsicht eine große Herausforderung für den Klub aus Nordhessen dar: anstrengende Reisen quer über den Kontinent und kaum Zeit zur Erholung, da zumeist keine 72 Stunden später harte Prüfungen in der 1. Liga warten - wo die Melsunger schließlich auch hohe Ziele verfolgen. Und Auswärtsniederlagen im EHF-Cup waren bislang kein Problem, sofern sie vor eigener Kulisse den entsprechenden Vorsprung herausgeworfen hatten. Ab jetzt fangen sie jedoch an, richtig weh zu tun.

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