Bundesligist MT morgen in Kiel - Gislason warnt vor Melsungens Abwehr– ab 17.45 Uhr live bei Sport 1

Kubes trifft auf die alten Kollegen

Vergangenes Jahr noch auf einer Seite: Melsungens Abwehrchef Daniel Kubes (links) und THW-Trainer Alfred Gislason. Archivfoto: Schachtschneider

Kiel. Diese Woche ist für den THW Kiel und viele seiner Fans so ganz anders als die meisten anderen. Der deutsche Handball-Rekordmeister und amtierende Champions-League- und DHB-Pokalsieger hat nur ein einziges Spiel.

THW-Trainer Alfred Gislason konnte seinen Schützlingen deshalb im Vorfeld der Bundesliga-Heimbegegnung am Sonntag ab 17.30 Uhr (live ab 17.45 Uhr bei Sport 1) gegen die MT Melsungen sogar mal drei Tage freigeben.

Was nicht bedeutete, dass es rund um den THW ruhig wurde. Das ging schon deshalb nicht, weil der schwedische Torwart Andreas Palicka am Donnerstag Papa wurde. Seine Frau Sandra brachte Sohn Aston zur Welt. Dadurch fiel er für die beiden Trainingseinheiten der Kieler am Donnerstag aus.

In die Schlagzeilen geriet der THW aber noch durch weitere Personalien. Zum einen, weil Kreisläufer und Kapitän Marcus Ahlm noch einmal bekräftigte, nach der Saison den Verein verlassen und in seine schwedische Heimat zurückkehren zu wollen. Zum anderen, weil Kiel die Verpflichtung des 21 Jahre alten Tunesiers Wael Jallouz verkündete. Der könnte ein Ersatz sein für Momir Ilic, falls dieser keinen neuen Vertrag an der Förde bekommen sollte. Für den Rückraum sucht der THW noch eine weitere Verstärkung und soll am Dänen Rasmus Lauge interessiert sein. Gut möglich, zumal Regisseur Daniel Narcisse möglicherweise im nächsten Frühling seinen Abschied erklärt. Wie Omeyer, der wieder in Montpellier anheuern wird. Für den Schlussmann soll Schwedens Nationaltorwart Johan Sjöstrand geholt werden.

So dürfte es ähnlich viele personelle Veränderungen geben wie vor dieser Runde. Von den Neuerwerbungen wussten bislang Gudjon Valur Sigurdsson und Patrick Wiencek zu überzeugen. Der Halbrechte Marko Vujin tut sich noch etwas schwer, weil er es nie gewohnt war, auch in der Abwehr eingesetzt zu werden - schon gar nicht in einer 3:2:1-Deckung, wie sie in Kiel favorisiert wird. Manchmal operiert der THW aber auch in einem 6:0-Verbund.

„Kiel hat zwei gute Abwehrsysteme. Das macht die Mannschaft so stark“, sagt Daniel Kubes, der im Sommer vom THW zur MT gewechselt ist. Kurz nachdem er sein wohl bestes Spiel für die Norddeutschen gemacht hatte: Das war das Finale in der Königsklasse gegen Madrid, in dem er sich gekonnt den spanischen Hünen in den Weg stellte und maßgeblichen Anteil am 26:21-Erfolg hatte. Nun hält der Tscheche die Hintermannschaft der Melsunger zusammen.

„Mit Daniel ist Melsungens Verteidigung viel besser geworden“, meint Gislason, „sie ist viel beweglicher und aggressiver.“ Weshalb der Isländer auch seine Akteure eindringlich davor warnt, den Gast zu unterschätzen. Umso besser also, dass sie ein paar Tage Verschnaufen konnten? „Ich glaube nicht, dass das ein Vorteil war“, sagt Gislason, „wir haben am Donnerstag hart trainiert. Das war so hart wie zwei Spiele.“

Von Björn Mahr

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