32:27-Heimerfolg für Melsungen

Müller-Festspiele bei MT-Spiel gegen Lemgo: Das Lächeln eines Siegers

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Gut gelaunt nach dem Heimsieg gegen Lemgo: Philipp Müller glänzte in der Innenverteidigung und überzeugte auch auf der Königsposition im linken Rückraum.

Kassel. Beim 32:27-Erfolg der MT Melsungen gegen den TBV Lemgo hatten die Müller-Brüder entscheidenden Anteil. Philipp und Michael waren an mehr als der Hälfte der Tore beteiligt.

Der 27. Mai ist offiziell der Welttag des Purzelbaums. So wie sich Philipp und sein Bruder Michael Müller von der MT Melsungen nach vielen erfolgreichen Würfen im Bundesliga-Heimspiel gegen den TBV Lemgo elegant auf den Boden abrollten, könnte der 27. Mai zukünftig auch als Welttag der Müller-Rolle gefeiert werden. Zumal die Zwillinge auch sonst den Handball-Auftritt der MT gegen die Lipper entscheidend prägten. Am Ende geriet die Vorstellung der Melsunger beim 32:27 (16:12)-Heimsiegzu Müller-Festspielen.

An mehr als der Hälfte aller 32 Treffer war das Rückraumduo unmittelbar beteiligt: So trafen Philipp und Michael nicht nur jeweils sechsmal, sondern bereiteten auch mehrere Tore vor. Mit dem Höhepunkt in der 41. Minute, als Michi Müller per Kempa-Anspiel das 23:18 seines Bruders einleitete. Auch Youngster Johannes Golla, Linksaußen Michael Allendorf und Nebenmann Johannes Sellin setzte der erfahrene Linkshänder dank seiner Übersicht gut in Szene.

„Er ist ein Kapitän durch und durch“, lobte Philipp das Familienmitglied im rechten Rückraum, „obwohl es nicht immer so gut bei uns in dieser Saison lief, spielt Michael noch eine überragende Runde und zeigt regelmäßig über 60 Minuten Top-Leistungen.“ Das dicke Kompliment gab sein Bruder aber prompt zurück: „Philipp ist konstant gut in der Deckung und hat jetzt auch bewiesen, dass er eine sehr gute Option auf halblinks ist.“

Damit spielte Michi Müller auf die Veränderungen in der nächsten Saison an: Im linken Rückraum herrscht dann harter Konkurrenzkampf. Nach Finn Lemke hatte die MT nun kurzfristig in Julius Kühn noch einen weiteren deutschen A-Nationalspieler für die nächste Serie verpflichtet. Wegen dieses spektakulären Transfers aus Gummersbach muss der nordhessische Erstligist den Etat von 4,75 auf erstmalig fünf Millionen Euro anheben.

„Sportlich bescheren uns diese Neuzugänge einen Schub“, betonte Philipp Müller, „aber persönlich bin ich nicht begeistert. Kampflos werde ich meinen Platz jedenfalls nicht hergeben.“

Trainer Michael Roth mochte nach dem Sieg über Lemgo nicht näher auf die Konstellation auf der Königsposition eingehen, bemerkte aber optimistisch: „Dies ist eine super Situation. Philipp Müller ist ein guter Handballer, und wir werden eine gute Mannschaft haben.“

Die Müllers besitzen noch Verträge bis zum Sommer 2018. Dass das MT-Team seit nunmehr acht Spielen ungeschlagen ist und sich nach schwacher Hinrunde nun stabilisiert hat, liegt zu einem großen Anteil an den beiden 32-Jährigen. Gegen die Lipper dirigierte Philipp Müller wie gewohnt umsichtig die Melsunger Abwehr. Es gab nur kurze Schwächephasen in der Hintermannschaft.

Diese führten allerdings dazu, dass die Gastgeber 27 Gegentore einstecken mussten. „Das waren zu viele“, bedauerte Roth, „insgesamt war es aber ein schöner Abend heute.“ Fast ein Abend, um Purzelbäume zu schlagen.

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