Melsungen kassiert beim 31:36 gegen TSV die erste Heimniederlage der Saison

MT verliert erstes Heimspiel gegen Hannover-Burgdorf

Kassel. Es gibt Tage, an denen wären die Handballer einer ganzen Mannschaft lieber im Bett geblieben. So einen hatten die Spieler der MT Melsungen am Sonntagabend, als sie ihre makellose Heimbilanz in der 1. Handball-Bundesliga mit einer herben 31:36 (17:21)-Packung gegen eine glänzend eingestellte TSV Hannover-Burgdorf verspielten.

Was sich nicht damit erklären ließ, dass die MT noch das bittere Pokal-Aus gegen die Rhein-Neckar Löwen ein paar Tage zuvor in den Köpfen hatte.

MT Melsungen gegen Hannover-Burgdorf

MT Melsungen gegen Hannover © Fischer
MT Melsungen gegen Hannover © Fischer
MT Melsungen gegen Hannover © Fischer
MT Melsungen gegen Hannover © Fischer
MT Melsungen gegen Hannover © Fischer
MT Melsungen gegen Hannover © Fischer
MT Melsungen gegen Hannover © Fischer
MT Melsungen gegen Hannover © Fischer
MT Melsungen gegen Hannover © Fischer
MT Melsungen gegen Hannover © Fischer
MT Melsungen gegen Hannover © Fischer
MT Melsungen gegen Hannover © Fischer
MT Melsungen gegen Hannover © Fischer
MT Melsungen gegen Hannover © Fischer
MT Melsungen gegen Hannover © Fischer
MT Melsungen gegen Hannover © Fischer
MT Melsungen gegen Hannover © Fischer
MT Melsungen gegen Hannover © Fischer

Oder, dass die Mannschaft personell arg geschwächt war. Obwohl es zuletzt knüppeldick für die Roth-Schützlinge kam: Christian Hildebrand fiel wegen eines Hexenschusses aus, Jens Schöngarth litt noch unter den Folgen einer Erkältung und Grigorios Sanikis war ebenfalls so angeschlagen, dass er nur für einen Kurzeinsatz zur Verfügung stand.

Und schon gar nicht, dass kurz nach der Pause Schiedsrichter Sebastian Wutzler (33., Verdacht auf Kreislaufprobleme) ausschied und sein Partner Lars Schaller allein weitermachen musste. „Wir hätten noch zwei Stunden spielen können und trotzdem nicht gewonnen“, erklärte Linksaußen Michael Allendorf und lieferte die Begründung gleich mit: „Wir hatten 60 Minuten keine Abwehr, keinen Mittelblock.“ Und damit keine Sicherheit, um die Landeshauptstädter ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Hier geht es zum Liveticker und zum Liveradio.

Die erste Halbzeit war wohl die schwächste bislang in dieser Melsunger Serie. Von Verteidigung konnte nicht die Rede sein - selbst, als Coach Michael Roth vorübergehend umstellte und Allendorf als Spitze einer 5:1-Deckung nominierte. Bis zur 15. Minute kassierten die Gastgeber schon 15 Gegentreffer (9:15). Auch, weil Per Sandström im MT-Kasten nichts halten konnte und Ersatzmann Mario Kelentric anfangs keine Hand an die Würfe des brillanten Morten Olsen, Piotr Przbecki, Asgeir Örn Hallgrimsson und Co. brachte.

Erst in der 21. Minute parierte der Kroate einen Ball von Routinier Przybecki. Dadurch ergaben sich einige Kontermöglichkeiten, die die Nordhessen dazu nutzten, dass die starken Niedersachsen nicht noch weiter enteilen konnten. Was nicht unmöglich war, so stabil wie sich die TSV über weite Phasen im ersten Durchgang präsentierte: beweglich und aggressiv in einer offensiv ausgerichteten Deckung, absolut effektiv im Angriff. Wie Freitag, der 13. Anfangs des zweiten Abschnitts kam die MT noch einmal bis auf 19:22 heran (34.).

Der Jubel darüber unter den 2033 Zuschauern war kaum verklungen, da hatte der Gast schon wieder zwei Treffer nachgelegt. Roth blieb nichts anderes übrig, als Sanikis zum Warmmachen zu schicken. Der kam beim Stand von 22:28, konnte aber gehandicapt wenig Akzente setzen. So war schon nach Hallgrimssons Tor zum 32:24 für Hannover (49.) die Partie praktisch entschieden. Was MT-Kreisläufer Felix Danner zu einer treffenden Einschätzung verleitete: „Das war wie Freitag, der 13.“

Von Björn Mahr

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.