Handball

Ludwigshafens künftiger MT-Spieler Stefan Salger: „Wir wollen die Melsunger kräftig ärgern“

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Noch im Eulen-Trikot: Stefan Salger kommt im Juli zur MT. 

Das Handball-Bundesligaspiel zwischen den Eulen Ludwigshafen und der MT Melsungen am Donnerstag ab 19 Uhr in der Friedrich-Ebert-Halle wird vor allem für einen Akteur des Gastgebers etwas Besonderes sein. Eulen-Rückraumspieler Stefan Salger wechselt im kommenden Sommer nach Melsungen.

Wir haben mit dem 22-Jährigen über die MT und den Abstiegskampf mit den Ludwigshafenern gesprochen.

Herr Salger, träumen Sie von Europa?

Jeder Handballer träumt wahrscheinlich davon, mal im Europapokal dabei zu sein. Doch im Moment bin ich mit den Gedanken ausschließlich bei den Eulen. Was nach der Saison ist – da lasse ich mich dann gern überraschen.

Noch im Eulen-Trikot: Stefan Salger kommt im Juli zur MT. 

Mit der MT sind Sie möglicherweise in der nächsten Saison auf der europäischen Bühne vertreten.

Natürlich beobachte ich die Liga und all das, was mein zukünftiger Verein macht. Aber noch bin ich in Ludwigshafen, und ich möchte mit meinem jetzigen Klub einen guten Schlussspurt hinlegen.

Wie sehen Sie die Chancen der Eulen, noch den Abstieg zu verhindern?

Wir haben noch sechs Spiele, davon vier in unserer Halle. Es geht darum, noch einmal alles reinzulegen. Wir haben eine junge Truppe, jeder Spieler ist zu 100 Prozent motiviert – und trotz der schwierigen Tabellensituation ist die Moral intakt.

Welche Erwartungen knüpfen Sie an das Duell mit der MT?

Vor unserem Publikum ist eine engagierte Vorstellung oberste Pflicht. Die Melsunger sind zwar klarer Favorit, wir wollen die MT aber schon kräftig ärgern.

Sie haben der MT schon mal den Start in eine Saison vermiest – mit dem TVB Stuttgart zu Beginn der Spielzeit 2017/18.

Es war natürlich etwas Besonderes, gegen den großen Favoriten Melsungen mit seinen prominenten Neuzugängen Lemke, Kühn und Reichmann 29:27 zu gewinnen. Für mich bleibt die Partie aber auch deshalb in besonderer Erinnerung, weil es mit Stuttgart mein Bundesligadebüt war. Ich habe selbst fünf Treffer zum Sieg beigesteuert – und das vor 6000 Zuschauern. Es war traumhaft.

Welche Hoffnungen verbinden Sie mit ihrem Wechsel nach Melsungen?

Ich möchte bei der MT den nächsten Entwicklungsschritt machen. Ich weiß, dass ich in Melsungen noch einiges lernen kann. In Ludwigshafen bin ich immer mal wieder vom Verletzungspech erwischt worden. Dennoch kann ich aus diesem Jahr einiges mitnehmen: das Team, das Umfeld in Ludwigshafen – alles top.

Inwieweit beobachten Sie die Situation mit Kai Häfner, der auch zur MT kommen wird?

Ob er in diesem Sommer aus Hannover oder erst im nächsten Jahr wechseln wird, ist für mich kein Thema. Er ist ein gestandener Nationalspieler, der wie ich im rechten Rückraum zu Hause ist. Ich bin mir sicher, dass ich mir von ihm wie auch von anderen Melsungern einiges abschauen kann.

Ihr Mannschaftskollege Mathias Lenz spielte in der vergangenen Saison bei der MT. Wie oft haben Sie mit dem Torwart über Melsungen gesprochen?

Ich mag Matze, wir haben natürlich auch über Melsungen geredet. Er hat mir direkt zu dieser Entscheidung gratuliert und gesagt, der Wechsel sei der richtige Schritt für mich.

ZUR PERSON Stefan Salger (22 Jahre) stammt aus Oberstaufen im Allgäu. In der Handball-Bundesliga spielt der Halbrechte aktuell für die Eulen aus Ludwigshafen. Die vorherigen Stationen: TVB Stuttgart, SG Leutershausen, SG Kronau/Östringen. In der Jugend war er beim Heimatverein TSV Oberstaufen, beim TV Kottern sowie beim TV Immenstadt. Mit 2,07 m Körpergröße ist er nur drei Zentimeter kleiner als Melsungens Kapitän Finn Lemke. Während seiner Zeit in der Junioren-Nationalmannschaft gewann er unter anderem EM-Silber in Dänemark (2016). Damals war der Ex-Melsunger Johannes Golla einer der Teamkameraden. Salger ist ledig.

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