Bundesliga: Melsungen gegen Minden mit Mansson für Danner – Trainer Roth schwört auf „zweite Reihe“

Machbar, aber extrem schwierig

Gefordert: Melsungens Anton Mansson, der den etatmäßigen Kreisläufer Felix Danner ersetzen soll. Hier setzt er sich gegen den Göppinger Felix Lobedank (rechts) durch. Foto: Hahn/nh

Melsungen. Kann die MT Melsungen den Schalter vom Handballfest des Final Four in Hamburg auf den Bundesliga-Alltag umlegen? Wie hat der Tabellensechste die Enttäuschung über das vermeidbare Pokal-Aus verarbeitet? Fragen, die spätestens am Ostermontag beantwortet werden, wenn die heimischen Handballer bei GWD Minden antreten müssen (17.15 Uhr, Kampa-Halle).

Und Fragen, die auch im Zentrum der Vorbereitung auf den Trip gen Ostwestfalen standen. „Wir haben in Hamburg eine ganz große Chance verpasst“, gesteht Trainer Roth, „und das war natürlich deprimierend.“ Auf der anderen Seite steht die tröstliche Erkenntnis, „dass wir den Berlinern einen großen Kampf geliefert haben und insgesamt viel näher dran sind an der deutschen Spitze als zuvor.“ Die dürfte sich jedoch mit arger Verzögerung in den Köpfen der Spieler festgesetzt haben. Und damit diese nicht zu lange Gelegenheit zum Grübeln hatten, wurde bereits am Dienstag wieder trainiert.

Ohne Kreisläufer Felix Danner, der wegen eines Faserrisses im Oberschenkel auf jeden Fall ausfällt. Da auch Michael Allendorf angeschlagen ist (Achillessehnenprobleme) und Patrik Fahlgren mit Formschwankungen zu kämpfen hat, ist für den MT-Coach nun die „zweite Reihe“ gefragt. Also etwa Nenad Vuckovic, Anton Mansson, Chris Zufelde und Malte Schröder, auf die im Laufe der Saison immer Verlass war.

In Minden kürzer zu treten, könnten sich die Melsunger auch gar nicht leisten, wollten sie nicht den angestrebten aktuellen sechsten Platz, der vielleicht noch zur Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb reicht, zu gefährden. Denn Magdeburg ist den Roth-Schützlingen mit ihrer „zweiten Luft“ arg auf den Fersen. „Doch noch“, betont Michael Roth, „haben wir es selbst in der Hand.“ In der Hoffnung, in Minden mit seiner Mannschaft nach dem SCM-Erfolg gegen Hamburg nachlegen zu können.

Ein „machbares, aber extrem schwieriges Unterfangen.“ Denn: Minden hat sich nach schwachem Saisonstart gefangen und war zuletzt besonders zu Hause eine Macht. „Wir gehen sehr selbstbewusst in diese Partie“, kündigt daher GWD-Manager Horst Bredemeier an. Auch ohne die verletzten Christoph Steinert und Drasko Mrvaljevic, dafür aber mit „Shooter“ Nenad Biblija, der bereits 131 Feldtore auf seinem Konto hat.

Der Zwei-Meter-Mann ist ein gutes Beispiel für die starke physische Präsenz des Altmeisters, die in der Abwehr von Defensivspezialist Vignir Svavarsson repräsentiert wird. Dazu kommt ein junger Torwart Jens Vortmann, in dieser Saison zum B-Nationalspieler und zur nominellen Nummer eins, Anders Persson, aufgestiegen. So gut wie Silvio Heinevetter sei er laut MT-Rechtsaußen Johannes Sellin noch nicht. Aber durchaus zu beachten. Umso mehr, als es nicht nur einen Gegner zu besiegen gilt.

Von Ralf Ohm

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.