„Ich freue mich auf das Spiel“

Marino Maric tritt mit der MT Melsungen bei seinem zukünftigen Verein in Leipzig an

Volle Konzentration: Für Melsungens Marino Maric wird es am Sonntag ein besonderes Auswärtsspiel.
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Volle Konzentration: Für Melsungens Marino Maric wird es am Sonntag ein besonderes Auswärtsspiel.

Das Auswärtsspiel der MT Melsungen am Sonntag (16 Uhr/Sky) wird für einen Handballer des nordhessischen Bundesligisten eine ganz besondere Partie. Denn Marino Maric tritt mit seinem derzeitigen Verein bei seinem ab der kommenden Saison neuen Klub an – dem SC DHfK Leipzig.

„Ich freue mich auf das Spiel“, sagt Maric, der zuletzt in Leipzig nur zum Medizincheck war. Die Stadt kennt er trotzdem schon ein wenig. Denn wenn die MT in der Vergangenheit dort spielte, reiste der Kreisläufer mit seinem Verein jeweils schon einen Tag vorher an und übernachtete in einem Hotel im Zentrum. „Es ist eine sehr schöne Stadt“, sagt der Kroate, der ohne seine Familie im Sommer dort hinziehen wird. Seine Frau und die drei Kinder leben weiter in Zagreb.

Bevor er in Leipzig unterschrieb, hatte er Kontakt mit SC-Trainer André Haber. Und mit Marko Mamic, Sime Ivic und Lovro Jotic spielen sogar drei Kroaten bei den Sachsen. „Es sind alle drei richtig gute Spieler, die ich gut kenne“, sagt der 31-Jährige. An eine Partie beim SC DHfK erinnert sich Maric gern zurück: Vor zwei Jahren gewannen die Nordhessen im DHB-Pokal mit 30:27, schafften später sogar den Einzug ins Endspiel des Wettbewerbs.

Wenn es für Maric Zeit wird, in seiner neuen Heimat eine Wohnung zu suchen, hat ihm ein ehemaliger Mitspieler schon mal seine Hilfe angeboten. „Ich helfe ihm gern. Es ist für uns wichtig, dass sich neue Spieler schnell heimisch fühlen“, sagt Philipp Müller, der von 2013 bis 2019 bei der MT spielte und seit Sommer 2020 Sportkoordinator beim SC DHfK ist. An der Verpflichtung von Maric hatte er seinen Anteil. „Marino ist für mich immer noch einer der besten Kreisläufer der Liga. Er hat eine hohe Qualität, die er auch schon international bewiesen hat“, sagt Müller.

Bei den Sachsen soll Maric ab kommenden Sommer Alen Milosevic, der seine Karriere beenden wird, 1:1 ersetzen – im Angriff am Kreis und in der Abwehr auf der Halbposition. „Ich weiß, dass Marino gut decken kann. In Melsungen war er ja in der Abwehr mein Nebenmann“, sagt Müller. Der Sportkoordinator ist zudem davon überzeugt, dass Maric den jungen Spielern aus der Nachwuchsakademie einiges mitgeben kann.

Für die Sachsen ist die Partie gegen die MT das dritte Heimspiel in Serie. Die beiden Begegnungen zuvor gegen die TSV Hannover-Burgdorf (32:25) und die HSG Wetzlar (30:26) gewann der SC DHfK, kletterte in der Tabelle damit auf Rang acht und steht damit einen Punkt und zwei Ränge vor den Melsungern.

Ob es am Sonntag zu einem direkten Aufeinandertreffen von Maric und seinem Vorgänger kommen wird, ist derweil noch offen. Milosevic knickte zuletzt um, sein Einsatz ist fraglich, die Leipziger hoffen, dass er dabei sein wird. (Manuel Kopp und Björn Mahr)

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