Melsungen am Mittwoch in Balingen – Sandström wechselt im Sommer zu Sävehof

Mehr als eine Chance verpasst

Sieg verpasst, neuen Verein gefunden: Torwart Pelle Sandström.

Kassel. Ein paar Minuten nach der Schlusssirene sah sich Handball-Torwart Per Sandström außer Stande, eine Erklärung für das 27:32 der MT Melsungen im Erstliga-Heimspiel gegen Frisch Auf Göppingen zu finden.

Klar, es war viel passiert: leichte Ballverluste, Fehlwürfe und umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen. „Ich muss mir einiges erst noch mal auf Video ansehen“, erklärte der Schwede. „Auf jeden Fall hätte ich auch noch mehr Bälle halten müssen.“ Dabei hatte er im letzten Spieldrittel mit einigen Paraden maßgeblich dazu beigetragen, dass die Melsunger noch einmal auf ein Erfolgserlebnis hoffen durften.

DER BLICK ZURÜCK

Sechs Siebenmeter hatte Momir Rnic bereits verwandelt. Normalerweise wäre er auch in der 52. Minute zur Tat geschritten. Doch weil der serbische Torjäger wegen eines Wechselfehlers noch sechs Sekunden auf der Strafbank schmoren musste, war Johannes Sellin erneut gefordert – und scheiterte an Göppingens Primoz Prost. Es wäre der Ausgleich zum 27:27 gewesen. Es wäre der ideale Zeitpunkt gewesen, um der Partie noch die mögliche Wende zu geben. Doch nicht nur Sellins Versuch in dieser Phase war untauglich. So behaupteten sich die Schwaben und verteidigten erfolgreich den fünften Platz. Wodurch die Chancen der Nordhessen auf eine neuerliche Teilnahme am Europacup auf ein Minimum gesunken sind.

DER BLICK NACH VORN

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Am morgigen Mittwoch ab 20.15 Uhr gastieren die Nordhessen schon bei HBW Balingen-Weilstetten. Aus eigener Kraft kann die MT den fünften Rang nun nicht mehr erreichen. Sie muss auf Ausrutscher der Rivalen aus Göppingen und Berlin hoffen. Wobei es eminent wichtig ist, nach dem 36. Spieltag vor dem Altmeister aus Süddeutschland zu landen. Denn da die Hauptstadt-Füchse das Ticket für einen Start im EHF-Cup mit dem diesjährigen Triumph bereits gelöst haben, machen Melsungen und Göppingen den letzten Qualifikationsplatz voraussichtlich unter sich aus. „Wir werden alles daransetzen, die restlichen drei Partien positiv zu gestalten“, sagt Sandström.

DER BLICK IN DIE ZUKUNFT

Nach dem Saisonabschluss gegen Hannover (Freitag, 5. Juni, Kassel) endet das Engagement des schwedischen Schlussmannes, der an der Fulda bekanntlich keinen neuen Vertrag erhält. Jetzt steht fest, wo Pelle Sandström kommende Serie spielen wird: bei seinem Heimatverein IK Sävehof. Die Zeit bei der MT wird er durchaus in guter Erinnerung behalten. „Natürlich hätte ich gern häufiger gespielt, aber Mikael Appelgren war gut, und dann ist das in diesem Geschäft eben so“, bilanziert Sandström, der sich natürlich auch über die erfreuliche Entwicklung seines Landsmannes freut.

Der 34-Jährige zählt mehrere Akteure aus dem Melsunger Kader zu seinen guten Freunden: „Wir haben ja viele Stunden zusammen verbracht.“ Mit einem MT-Kumpel wird er sich im Sommer in Schweden treffen: Patrik Fahlgren. Der langzeitverletzte Regisseur war schon früher bei Sävehof sein Teamkollege.

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