Interview: Donnerstag Wiedersehen in Essen mit Ex-Klub Melsungen

Ex-Melsunger Ignatow: „Mein Navi brauche ich nicht mehr“

Engagiert im Spiel: Dimitri Ignatow gestikuliert.
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Rechtsaußen bei Tusem Essen: der Ex-Melsunger Dimitri Ignatow.

Wenn Handball-Bundesligist MT Melsungen am Donnerstag ab 19 Uhr beim Aufsteiger Tusem Essen gastiert, dann gibt es ein Wiedersehen mit Dimitri Ignatow.

Der junge Rechtsaußen, der bei der MT den Sprung aus der Jugend in den Profibereich schaffte, wurde zumindest einmal für diese Saison an Essen abgegeben. Allerdings hat der 22-Jährige bei den Melsungern auch schon einen Vertrag bis zum Sommer 2024.

Wir haben mit Ignatow über das anstehende Bundesliga-Spiel und seine Entwicklung gesprochen.

Herr Ignatow, wie ist die Schnee-Situation im Ruhrpott?

In Essen ist alles weiß. Es herrscht praktisch Ausnahmezustand. Ich habe allerdings auch nicht viel gesehen. Wir sind erst in der Nacht zum Dienstag aus Berlin zurückgekehrt.

War das so geplant?

Nein, eigentlich wollten wir direkt nach dem Spiel bei den Füchsen zurückreisen. Doch unser Busfahrer meinte schon, dass es keine gute Idee sei. Und so haben wir kurzerhand wieder im Hotel eingecheckt und am nächsten Morgen noch in Berlin trainiert. Doch auch die Rückfahrt am Montag war noch beschwerlich genug.

Als einer, der in Nordhessen aufgewachsen ist, kommen Sie mit Schnee aber klar, oder?

Ich bin vor allem in Kasachstan aufgewachsen. Da ist diese Situation nichts Ungewöhnliches, und ich mag die weiße Pracht. In Deutschland habe ich aber so viel Schnee schon länger nicht mehr gesehen.

Sie spielen jetzt seit einem halben Jahr in Essen. Wie haben Sie sich in der Stadt eingelebt?

Sehr gut. Wegen Corona habe ich leider noch nicht so viel entdecken können. Ich wohne im Stadtteil Margarethenhöhe, da ist es ruhig. Eine schöne Gegend für Spaziergänge. Mein Navi brauche ich inzwischen auch nicht mehr.

Und wie fällt ein sportliches Zwischenfazit aus?

Positiv. Die Tabelle sagt es vielleicht aus, aber wir haben auch gegen viele stärkere Gegner gut mitgehalten. Auch für mich persönlich läuft es sehr zufriedenstellend. Ich bekomme viele Spielanteile: Wir haben da auf Rechtsaußen eine 50:50-Situation.

Was trauen Sie Ihrer Mannschaft noch zu?

Der Klassenerhalt ist auf jeden Fall drin. Wenn ich sehe, wie wir uns präsentieren, dann bin ich sehr optimistisch gestimmt. Wir befinden uns ja auch immer noch in der Hinrunde. Uns fehlt nur etwas die Erfahrung. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir noch unsere Punkte holen werden.

Welchen Stellenwert hat die Begegnung gegen Melsungen?

Unsere Vorbereitung hat praktisch schon in Berlin begonnen. Die MT ist in der Partie natürlich der Favorit. Allerdings haben wir zu Hause schon einigen Kontrahenten das Leben schwer gemacht. Etwas schade ist es, dass pandemiebedingt keine Zuschauer dabei sein können.

Mit welchen Gefühlen blicken Sie auf dieses Duell?

Ich freue mich auf die alten Kollegen. Mit Yves Kunkel, Stefan Salger, Tobi Reichmann und Michael Allendorf habe ich immer mal wieder Kontakt.

Im Sommer läuft Ihr Vertrag in Essen aus. Wie sieht es mit der geplanten Rückkehr zur MT aus?

Darüber werden sich erst einmal die beiden Vereine unterhalten. Dann kann ich natürlich auch meine Vorstellungen noch darlegen. Nach jetzigem Stand ist defintitv alles möglich.

(Von Björn Mahr)

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