MT Melsungen befindet sich in erstaunlicher Form

In Leipzig richtig gut drauf: Abwehr-Ass Philipp Müller kann’s auch vorn. Foto:  Christian Modla

Kassel. Es läuft. Zwei Spieltage sind in der Handball-Bundesliga absolviert - und der heimische Vertreter hat nichts anbrennen lassen.

Mehr noch: Der souveräne Auftritt zuletzt beim 32:21 in Leipzig hat gezeigt, dass sich die MT Melsungen in erstaunlicher Form befindet. „Wir strotzen vor Selbstbewusstsein“, sagt Abwehrrecke Philipp Müller. Gleichwohl würden sie auf dem Teppich bleiben. Logisch, die Saison ist ja noch jung. Die Melsunger wollen nichts überbewerten.

Einen Kantersieg in der Arena Leipzig zu landen, ist trotzdem keine Selbstverständlichkeit - immerhin war dort der HSV Hamburg eine Woche zuvor gestrauchelt. „Dass wir so klar dominieren würden, hätte ich nicht gedacht“, verrät Michael Roth. Ähnlich wie eine klare Niederlage müsse er jetzt auch diesen deutlichen Erfolg verarbeiten, sagt der MT-Trainer. Ursachenforschung für eine Gala-Vorstellung - das kam bei den Melsunger Handballern noch nicht allzu oft vor. Roth will die Leistung nicht schlecht reden. Vielmehr tritt der 53-Jährige auf die Euphoriebremse.

Dennoch gerät er unweigerlich ins Schwärmen, wenn er an die Partie gegen den SC DHfK Leipzig denkt. Sie seien konzentriert gewesen, nicht überheblich und hätten dem Gegner die Grenzen aufgezeigt. Roth sagt: „Da macht es richtig Spaß zuzuschauen.“ Vor allem weil es gelungen sei, so zu verteidigen, „damit wir unsere Stärken ausspielen konnten“.

Eine Erklärung für die bemerkenswerten Leistungen gegen Leipzig und eine Woche zuvor gegen Berlin liefert Philipp Müller: „Um 60 Minuten Vollgas zu geben, ist Fitness das A und O.“ Und sie seien topfit. Von den Leipzigern hätten sie nach der Partie sogar Komplimente bekommen. „Die waren beeindruckt von unserer körperlichen Präsenz“, sagt Müller, der selbst prima drauf war. Die gute Vorbereitung würde sich auszahlen. Er fühle sich wohl. Es passe einfach, sagt der 30-Jährige.

Insgesamt passt es derzeit bei der MT. Dass die Truppe fast komplett zusammengeblieben ist, mache einiges aus, sagt Müller. „Wir sind eingespielt, stabil, und die Abstimmung zwischen Abwehr und den neuen Torhütern funktioniert schon richtig gut.“ Keine Frage, die mannschaftliche Geschlossenheit ist ein großes Plus. Abgesehen vom Trainer gäbe es keinen Star, sagt Müller. Klar sei aber auch, dass „wir immer volles Rohr spielen müssen. Wenn wir nur einmal zehn Prozent weniger geben, geht es in die Hose.“

Dass sein Zwillingsbruder Michael nun Kapitän sei, würde nicht nur dem Team, sondern auch den beiden guttun. Stichwort Disziplin. Philipp Müller sagt: „Wir reißen uns jetzt mehr am Riemen.“ Auch ein Grund, warum sich die MT so gut präsentiert.

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