Handball-Pokal: Melsunger bezwingen Ludwigshafen 29:25

MT beißt sich ins Achtelfinale

Mit Durchsetzungsvermögen: Melsungens Dener Jaanimaa (mit Ball) kommt hier im Halbfinale des Auftaktturniers in Schwetzingen gegen den Neuhäuser Karl Toom zum erfolgreichen Abschluss. Foto:  Eibner

Kassel. Das letzte Tor des Endspiels warf Dener Jaanimaa. 15 Sekunden vor Ende stellte der estnische Handballer der MT Melsungen den 29:25 (14:13)-Sieg über den Bundesliga-Konkurrenten Ludwigshafen sicher.

Damit gewannen die Nordhessen vor 300 Zuschauern das Pokal-Auftaktturnier in der Schwetzinger Nordstadthalle und schafften den Einzug ins Achtelfinale, das am 26. Oktober ausgetragen wird. Am Vortag hatten sich die Melsunger erwartungsgemäß mit 40:22 (20:12) gegen den Drittligisten TV Neuhausen/Erms behauptet.

Vier Tage vor dem ersten Punktspiel am Donnerstag ab 19 Uhr beim TVB Stuttgart hatte das MT-Team einige Mühe mit den Ludwigshafenern – einem Aufsteiger in die 1. Liga. „Es gibt einen Unterschied zwischen Vorbereitung und Wettkampf, und heute hatten wir einen Wettkampf“, sagte MT-Coach Michael Roth nach dem schweren Finalspiel.

Kurz vor der Pause geriet sein Team nach 12:10-Führung mit 12:13 ins Hintertreffen. Es war nach dem 0:1 der zweite Rückstand für den Favoriten an diesem Nachmittag. „Wir hatten allein acht Passfehler in dieser Partie“, bedauerte Assistenzcoach Mile Malesevic. Zudem leisteten sich die Melsunger Verteidiger im Verlauf der Begegnung eine Handvoll individueller Fehler. Immerhin: Bis zum Wechsel lag die MT, bei der Marino Maric wegen muskulärer Probleme früh ausschied, wieder knapp vorn. „In der zweiten Hälfte haben wir viel besser verteidigt“, resümierte Roth. Dabei stand ihm erneut Abwehrchef Finn Lemke nicht zur Verfügung.

Der Hüne, der unter den Folgen einer Leistenverletzung leidet, bekam noch kein Grünes Licht von der medizinischen Abteilung. Auch Felix Danner (Bänderdehnung) und Timm Schneider (Blessur im Rückenbereich) waren nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Umso wichtiger, dass Philipp Müller nach überstandener Rippenprellung wieder dahin ging, wo es weh tut. „Es wird von Tag zu Tag besser“, erläuterte der Routinier. Müller gelangen sogar fünf Treffer.

„Insgesamt haben wir heute relativ viel verschossen“, bemerkte der 32-Jährige kritisch. Nur gut, dass auf Schlussmann Johan Sjöstrand Verlass war. Der Schwede kam auf insgesamt 20 Paraden. So gelang es den Melsungern, den Gegner im zweiten Durchgang auf Abstand zu halten. „Wir haben uns durchgebissen“, lobte Roth die Einsatzbereitschaft seiner Mannschaft. Die höchste Führung war das 26:20 durch Neuzugang Tobias Reichmann (49.). Der ehrgeizige Rechtsaußen war einmal mehr bester Werfer seines Teams.

Schon am Vortag hatte Reichmann überzeugt – beim Erfolg gegen Neuhausen. „Anfangs haben wir in der Abwehr noch sehr verhalten gespielt“, stellte Roth fest. Dennoch stellten die Nordhessen schon im ersten Abschnitt die Weichen auf Sieg. Von 14:10 setzte sich das Team bis zur Pause auf 20:12 ab. Nach dem Wechsel baute die MT den Vorsprung kontinuierlich aus und warf einen Kantersieg heraus.

„Das Wochenende war eine sehr gute Generalprobe“, befand Roth. Am heutigen Montag steht für seine Spieler Regeneration auf dem Plan. Nach einem Trainingstag geht es am Mittwoch Richtung Stuttgart.

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