Handball-Bundesliga: Gegner angeschlagen

Gegen Großwallstadt: Melsungen als Favorit gefordert

Auf ihn kann die MT gegen Großwallstadt bauen: Felix Danner (links) , der allerdings nachwievor angeschlagen ist . Foto:  Hagemann/nh

Melsungen. Nein, Mitleid hat Michael Roth mit dem Gegner des heimischen Handball-Bundesligisten nicht. Aber traurig wäre er schon, wenn es das Gründungsmitglied der eingleisigen 1. Liga in dieser Saison erwischen würde.

Schließlich hat der Trainer der MT Melsungen beim TV Großwallstadt seine größten Triumphe als Spieler gefeiert (unter anderem Deutscher Meister 1990) und den zweimaligen Europapokalsieger auch als Trainer (2004 bis 2009) in ruhige Fahrwasser geführt. Das alles spielt allerdings für den 51-Jährigen beim heutigen Duell (19 Uhr, Rothenbach-Halle) keine Rolle. Für ihn ein „Muss-Spiel“, will heißen, dass gegen seinen Ex-Club nur ein Sieg zählt.

Schließlich spielt da der Tabellenachte gegen den Vorletzten. „Ja, wir sind der Favorit“, bestätigt Malte Schröder, der im rechten Rückraum den angeschlagenen, aber einsatzbereiten Alexandros Vasilakis entlasten muss. Weiß aber auch, „dass das sicherlich kein Selbstläufer wird“. Weil seine Mannschaft kräftemäßig am Stock geht, wobei Felix Danner (Adduktorenzerrung) wohl genauso auf die Zähne beißen wird wie Grigorios Sanikis, Nenad Vuckovic und Michael Allendorf. Und „weil der Gegner mit dem Rücken zur Wand steht und bei uns alles abrufen wird, um zu punkten“.

Wie schon seit Saisonbeginn ohne die Langzeitverletzten Runar Karason und Marius Liebald. Zwei Ausfälle, die angesichts der Abgänge von vier Leistungsträgern sehr schwer wiegen. So war der Isländer als Weinhold-Ersatz gedacht, stattdessen lastet nun alle Verantwortung auf den Schultern von Linkshänder Michael Thiede.

Das größte TVG-Problem ortet Trainer David indes im Kopf seiner Spieler, spricht nach vielen unglücklichen und knappen Niederlagen (allein vier mit nur einem Treffer Unterschied) von einer „Negativspirale“, die am Selbstvertrauen seiner Schützlinge nagt. „Dagegen hilft nur ein Erfolgserlebnis“, weiß Peter David.

Immerhin: Der einzige bayrische Erstligist scheint trotz 5:29-Hinrundenpunkten die Ruhe zu bewahren. Und hat dem Nachfolger von Michael Roth das Vertrauen ausgesprochen. Bleiben die Wechselgerüchte um Torwart Martin Galia, der unter anderem mit der HSG Wetzlar in Verbindung gebracht wird. „Da ist nichts dran“, sagt sein aktueller Coach. Weiß aber auch, dass das nur für die 1. Liga gilt.

Von Ralf Ohm

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