Torwart Simic freut sich auf Wiedersehen mit Landsmann Svitlica

Diesmal kein Kaffeekränzchen: Die MT gastiert am Sonntag in Minden

Verfügt über gute Reflexe: Melsungens Nebojsa Simic könnte auch in Minden eine wichtige Rolle spielen. Das kleine Bild zeigt den früheren MT-Schlussmann Maurice Paske, der mittlerweile bei GWD unter Vertrag steht. Foto: Hahn

Kassel. 231 Stunden ohne Wettkampf: Die Handballer der MT Melsungen erleben in diesen Tagen etwas, was während der Bundesliga-Saison eher selten vorkommt.

Exakt 13.890 Minuten nach der 25:30-Heimniederlage gegen die SG Flensburg-Handewitt müssen die Nordhessen nun aber wieder ran: Am Sonntag ab 12.30 Uhr (Sky) wartet die knifflige Aufgabe bei GWD Minden. 

„Ich mag solche Pausen gar nicht. Ich finde es besser, wenn es Schlag auf Schlag geht“, sagt der montenegrinische MT-Torwart Nebojsa Simic. Aus seiner Zeit in Schweden bei Kristianstad ist er es gewohnt, dass nie mehr als sieben Tage zwischen zwei Begegnungen liegen. Melsungens Linksaußen Michael Allendorf kann diesem Rhythmuswechsel durchaus etwas Positives abgewinnen: „Dadurch, dass wir erst wieder am Sonntag spielen müssen, konnten wir am Montag und Dienstag dieser Woche im Training richtig Gas geben.“ „Das ging bis zur Erschöpfung“, fügt Trainer Michael Roth hinzu. Der Mittwoch diente dann der Regeneration, ehe sich das Team auf die Aufgabe in Ostwestfalen einstellte. „Wir wollen zeigen, dass wir das bessere Team haben“, betont Allendorf, der Vertreter des verletzten Kapitäns Michael Müller. „Die Ausfälle dürfen keine Ausrede sein.“

Abwehrchef Finn Lemke knickte am Freitag im Training um, sollte aber in der Kampa-Halle auflaufen können. Neben dem etatmäßigen Mannschaftsführer Michi Müller sind auch dessen Bruder Philipp sowie Regisseur Timm Schneider noch nicht wieder fit. Philipp Müller könnte allerdings für das Topspiel am kommenden Donnerstag in der Kasseler Rothenbach-Halle gegen die TSV Hannover-Burgdorf, für das bereits mehr als 3000 Karten im Vorverkauf abgesetzt wurden, eine Alternative sein.

Zur Einstimmung auf den hessisch-niedersächsischen Schlager muss ein Sieg der MT in Minden her. Zumal die Nordhessen bei einer weiteren Niederlage schon ein wenig den Anschluss an die führenden Mannschaften verlieren würden. Spitzenreiter Hannover spürt bereits den Atem einiger Kontrahenten im Nacken: Berlin, Rhein-Neckar Löwen, Flensburg-Handewitt, Leipzig. Zu dieser Verfolgergruppe wollen auch die Melsunger gehören.

Doch die gastgebenden Grün-Weißen gelten als heimstark. Und im Rückraum verfügen sie trotz des Fehlens von Nenad Bilbija (Muskelverletzung) über exzellente Akteure: Dalibor Doder und Christoffer Rambo. „Es wird viel Arbeit auf uns zukommen, aber mit einer guten Verteidigung kann man diesem Gegner schon den Zahn ziehen“, erklärt Roth.

Erfolgreichster Schütze der Mindener ist bislang Rechtsaußen Aleksandar Svitlica - ein Landsmann von MT-Neuzugang Simic. Beide lernten sich vor einem Jahr beim großen Beachhandball-Turnier in Ahus kennen und tranken auch einen Kaffee zusammen. Dafür wird diesmal keine Zeit bleiben. „Aleksandar ist ein super Typ“, sagt Simic über den 35-Jährigen. Während eines Testspiels in der Halle wehrte „Simo“ einen Strafwurf des glatzköpfigen Siebenmeterspezialisten ab. Daran will der Melsunger Schlussmann nun gern anknüpfen - trotz der zehntägigen Wettkampfpause.

Im Fokus

Maurice Paske

Neben Anton Mansson bietet GWD Minden zum Heimspiel gegen die MT noch einen weiteren Ex-Melsunger Handballer auf: Torwart Maurice Paske. Der 21 Jahre alte gebürtige Kasseler hatte im Jahr 2016 einige Erstliga-Einsätze für die MT, war ansonsten aber für die Reserve tätig.

Seit dieser Serie ist der Nordhesse, der seine Jugendzeit bei Eintracht Baunatal verbrachte, in Minden. Da der zweite Torwart Kim Sonne (Bandscheibenvorfall) fehlt, entlastet Paske die Nummer eins Espen Christensen. Zuletzt wehrte der Youngster bei der Niederlage in Magdeburg drei Bälle ab. „Wir wollen der MT einen Riesenkampf liefern und natürlich auch punkten“, sagt Paske vor seinem sechsten Bundesligaspiel für die Grün-Weißen. Mit den meisten Akteuren der Gäste hat er zwei Jahre zusammen trainiert. Er kennt die Wurfbilder der MT-Schützen: „Aber sie kennen mich ja genauso.“ (bjm)

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