Wichtige Akzente von beiden Melsunger Kreisläufern

MT Melsungen gegen Eisenach: Maric-Gala in Halbzeit zwei

Eisenach. Am Freitag, am Tag vor dem Nachbarschaftsduell der Handball-Bundesliga beim ThSV Eisenach, stattete Felix Danner als Profi der MT Melsungen einem Trainingscamp in Reichensachsen einen Besuch ab.

Natürlich wurde er nach den Aussichten für die Partie in Thüringen gefragt. „Wir möchten gewinnen. Aber es wird richtig schwer“, antwortete der Kreisläufer. Und er sollte Recht behalten. Bis der 30:27-Erfolg unter Dach und Fach war, mussten er und seine Mitstreiter wirklich alles in die Waagschale werfen.

Dabei gehörten beide Melsunger Kreisspieler in der zweiten Halbzeit zu den Protagonisten der MT-Aufholjagd. Während Danner praktisch seine ganze Kraft der Deckungsarbeit widmete, hängte Marino Maric am gegnerschen Kreis seine Widersacher reihenweise so geschickt ab, dassdiese wohl noch in den kommenden Nächten Albträume vom Kroaten bekommen werden. „Marino war fantastisch“, lobte Trainer Michael Roth, „wir wussten, dass Eisenach weit rauskommt. Und er ist in die Nahtstellen gegangen und hat seine Chancen genutzt..“ Vier Treffer erzielte der gebürtige Bosnier zwischen der 37. und 40. Minute: die Maric-Gala. Mal wurde er von Philipp Müller bedient, mal setzte ihn dessen Zwillingsbruder Michael in Szene.

„Marino hatte eine ganz starke Phase“, zollte auch Danner seinen Teamkameraden Anerkennung, „es gebührt aber der ganzen Mannschaft heute ein großes Kompliment.“ Womit er ohne Zweifel auch Michael Allendorf meinte, der in der 34. Minute nach einer Parade von Johan Sjöstrand heldenhaft in den Kreis sprang, um den Abpraller zu sichern. Die Landung war allerdings schmerzhaft. Einige MT-Fans fühlten sich an die Szene vor drei Wochen erinnert, als sich Malte Schröder an gleicher Stätte im Pokal verletzte. So schlimm wird es diesmal nicht sein.

„Ich bin mit dem rechten Bein aufgekommen und habe sofort ein Stechen und Ziehen im Oberschenkel gespürt“, berichtete der Nationalspieler, bis zu seinem Ausscheiden immerhin siebenmal für seine Mannschaft erfolgreich, nach der Partie. Am Montag wird er von Mannschaftsarzt Dr. Gerd Rauch genau untersucht. Dass er am Mittwoch ab 20.15 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle gegen den Aufsteiger TBV Stuttgart dabei sein kann, erscheint äußerst fraglich. 

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