Melsungens Sellin empfängt Wolff, Kohlbacher und Fäth

MT Melsungen gegen die HSG Wetzlar: Treffen der Europameister

Wiedersehen am Samstag in der Rothenbach-Halle: MT-Rechtsaußen Johannes Sellin (kleines Foto) trifft auf die Europameister-Kollegen aus Wetzlar, (von links) Andreas Wolff, Jannik Kohlbacher und Steffen Fäth. Foto:  dpa

Kassel. Kaum Zeit zum Durchatmen: Nach dem Pokal-Aus am Mittwoch bei den Rhein-Neckar Löwen hat die MT Melsungen den nächsten Knaller vor der Brust.

Am Samstag empfängt der Handball-Bundesligist die HSG Wetzlar in der Kasseler Rothenbach-Halle. Anwurf ist um 19 Uhr. Hessenderby, ausverkauftes Haus – diese Partie steckt voller Brisanz. Es geht um Platz vier in der Tabelle. Und ganz nebenbei handelt es sich um ein Treffen der Europameister. Denn am Samstag werden gleich vier EM-Helden auf der Platte stehen. Erstmals seit dem Triumph von Krakau und dem anschließenden All-Star-Game sieht Johannes Sellin seine Nationalmannschaftskollegen aus Wetzlar wieder, nämlich Andreas Wolff, Jannik Kohlbacher und Steffen Fäth. „Ich freue mich auf die Jungs“, sagt der MT-Rechtsaußen. Allzu viel Bedeutung will er dem Treffen aber nicht beimessen. Es stünde ohnehin genug auf dem Spiel.

Trotzdem wird in der Rothenbach-Halle ein Hauch von EM-Flair herrschen. Es ist der erste Auftritt der MT vor eigenem Publikum seit der EM, 4300 Zuschauer werden das Haus bis unters Dach füllen, und natürlich werden die Helden vor der Partie geehrt. Seit dem Restrundenstart gilt in der Bundesliga das Motto: Kein Spiel, ohne vorab einen Europameister beschenkt zu haben. Am Samstag werde sogar Hessens Innenminister Peter Beuth den Handballern gratulieren, verrät MT-Hallensprecher Bernd Kaiser.

Abgesehen von Sellin und der MT-Mannschaft können sich die Zuschauer also auf diese Titelträger aus Wetzlar freuen:

• Andreas Wolff: Geht gut und gern als Mann der EM durch. Seit dem Turnier in Polen gab es fast keine Sendung, in der der Torwart nicht auftrat. Wolff war überall. Im Fernsehen. Im Radio. Beim FC Bayern an der Säbener Straße. Es hätte einen nicht gewundert, wenn er plötzlich um 20 Uhr als Sprecher in der Tagesschau aufgetaucht wäre. Der 24-Jährige wird nicht nur in sportlicher Hinsicht mit Lobeshymnen überschüttet. Seit Kurzem steht fest: Wolff trägt den Bart des Jahres 2016.

• Jannik Kohlbacher: Mit 20 Jahren war der Kreisläufer der Jüngste im Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson. Kam oft in Unterzahlsituationen zum Einsatz und präsentierte sich erstaunlich abgezockt. Kohlbacher spielt seit vergangenem Sommer bei den Mittelhessen. Hat gute Chancen auf die Auszeichnung Gel-Frisur des Jahres 2016.

• Steffen Fäth: Der Rückraumspieler bringt seit Jahren Top-Leistungen. Während der EM bewies Fäth sein Können eindrucksvoll. Nach sechs Spielzeiten in Wetzlar wechselt der 25-Jährige im Sommer nach Berlin. Macht Manni Kaltz als der große Schweiger starke Konkurrenz.

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