Nach zweiwöchiger Pause: MT Melsungen gewinnt gegen TuS N-Lübbecke

Lübbecke. „Auswärtssieg, Auswärtssieg!“, hallte es durch die Merkur-Arena, der Heimstätte des TuS N-Lübbecke.

Bereits Minuten vor der Schlusssirene, als Johannes Sellin den nächsten Gegenstoß für Melsungen verwandelt hatte, feierten die mitgereisten nordhessischen Fans lautstark. Nach der zweiwöchigen Spielpause hat sich die MT Melsungen eindrucksvoll mit einem 30:19 (10:11)-Sieg in der Handball-Bundesliga zurückgemeldet.

Aktualisiert am 11.10.2015 um 16.15 Uhr

Dass dieser Kantersieg beim Schlusslicht herausspringen würde, hätten nach dem ersten Durchgang wohl nur die wenigsten erwartet. Doch die Mannschaft von Trainer Michael Roth steigerte sich nach dem Wechsel, drehte immer mehr auf und verdiente sich am Ende die Schulterklopfer. In der ersten Halbzeit hätten die Abläufe noch nicht gepasst, sagte der MT-Coach: „Aber wir haben die Fehler abgestellt. Unterm Strich war es eine geschlossene Mannschaftsleistung.“ Vor allem die Hereinnahme von Timm Schneider und Torjäger Momir Rnic, der acht Treffer erzielte, führte die Wende herbei. Im Abwehrzentrum machten Felix Danner und Philipp Müller den Laden dicht, sodass Melsungen im Laufe der zweiten 30 Minuten den Vorsprung kontinuierlich ausbaute.

Und siehe da: Dank des Erfolgs in Ostwestfalen eroberte die MT den zweiten Tabellenplatz. „Ein super Gefühl. So setzen wir uns im oberen Drittel fest“, sagte Rnic. Für Handball-Ästheten war das aber erst mal nichts in der Lübbecker Arena. Leidenschaftlich kämpfende Gastgeber stellten den Melsunger Angriff anfangs vor große Probleme. Bei den Lübbeckern wiederum, die weiter auf den ersten Punkt warten, war in der Offensive die Verunsicherung zu spüren. So sahen 1829 Zuschauer zunächst viel Stückwerk auf beiden Seiten – nach 15 Minuten stand es erst 5:5. Zwischenzeitlich musste die MT einem Rückstand von drei Toren hinterherrennen, zur Pause lag sie 10:11 zurück. Zum Knackpunkt wurde die Phase nach dem Wechsel. Angetrieben vom überragenden Rnic zogen die Gäste auf 16:13 (39.) davon.

Die Hausherren wirkten wie gelähmt. Vor allem an der 6:0-Abwehr der MT bissen sich die Lübbecker die Zähne aus und fabrizierten reihenweise Fehlwürfe. Von den Ballgewinnen profitierten die Melsunger Außen Sellin und Jeffrey Boomhouwer, die über Tempogegenstöße zu leichten Toren kamen. Und dann war da ja Rnic. „Ich bin sehr zufrieden. In der zweiten Halbzeit haben wir top gespielt, vor allem in der Abwehr.

Die zwei Punkte sind ungemein wichtig“, fasste der Serbe zusammen. Nach dem 21:16 (49.) durch Schneider bauten die Nordhessen ihren Vorsprung innerhalb von fünf Minuten vorentscheidend auf 25:17 aus. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ging es dann nur noch um die Höhe des Sieges.

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