Mittwoch, 20.15 Uhr, Rothenbach-Halle

MT Melsungen heiß auf erstes Schlüsselspiel gegen Magdeburg

Setzt heute auf leichte Tore: Der Melsunger Michael Allendorf. Foto: Schachtschneider

Melsungen. Wenn drei das gleiche wollen, gehen zwei leer aus. Ein Dreikampf, wie er sich in der Handball-Bundesliga abzeichnet.

Dort streiten sich die MT Melsungen, FA Göppingen und die Füchse Berlin um den lukrativen fünften Platz, der zur Teilnahme am Europapokal berechtigt

Die Ausgangsposition der MT ist durchaus vielversprechend. „Wir haben es noch selbst in der Hand“, sagt Trainer Roth. Dank eines machbaren Restprogramms mit zwei Schlüsselspielen. Eins davon: Das kommende Duell gegen den SC Magdeburg (Mittwoch, 20.15 Uhr, Rothenbach-Halle). Als Tabellenvierter ist für die Sveinsson-Schützlinge sogar noch die Qualifikation zur Champions League in Reichweite, doch Steffen Stiebler backt kleine Brötchen. „Ich gehe von einem Vierkampf um den vierten und fünften Platz aus, sodass die Partie bei der MT Melsungen für uns durchaus Endspielcharakter hat“, erklärt der Sportliche Leiter des SCM, der nach Rojewskis Rückkehr in den Kader auf seine Bestbesetzung zurückgreifen kann.

„Ein bärenstarke Mannschaft, körperlich robust und von allen Positionen gefährlich“ lautet die Einschätzung des Gegners von Michael Roth, die sein Nationalspieler Michael Allendorf teilt: „Magdeburg verfügt insbesondere über eine Top-Abwehr.“ Also sind „leichte Tore“ erwünscht, Treffer aus der ersten und zweiten Welle, was wiederum Ballgewinne in der eigenen Defensive voraussetzt.

Nutznießer könnte der dynamische Linksaußen selbst sein, derzeit mit 161/59-Treffern Zehnter der Torschützenliste. Die wird angeführt vom Magdeburger Tempogegenstoßspezialisten Robert Weber (226/82). Durchaus von Brisanz ist auch das Duell mit Matthias Musche, der den Ex-Wetzlarer noch aus dem WM-Kader verdrängte. Für Michael Allendorf längst abgehakt: „Für mich zählt nur der Erfolg der Mannschaft.“

Die muss vielleicht auf Felix Danner (Zerrung) und ganz sicher auf Patrick Fahlgren (Kreuzbandriss) verzichten. Eine große Verantwortung für den einzigen verbliebenen Spielmacher Nenad Vuckovic, der das „volle Vertrauen“ seines Trainers genießt. Der dem 34-jährigen Serben mit auf den Weg gibt, das Spiel gegen den ehemaligen Champions-League-Sieger „möglichst breit anzulegen“, um so Lücken in die viertbeste Abwehr der Bundesliga zu reißen.

Das „riecht“ nicht nur für Steffen Stiebler nach einem „60-minütigen Abnutzungskampf auf Augenhöhe“. Drum baut der MT-Coach auf den Heimvorteil: „Die Mannschaft braucht die Unterstützung unserer Fans. Mit ihr ist alles möglich.“

Auch ein Sieg, der die eigenen Aktien im Dreikampf noch mal steigen lassen würde.

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