Worauf es für einen guten Start ankommt

Melsungen heute gegen Kiel: Auf geht’s, MT – Zähne zeigen

Hat seine Verletzung auskuriert: Melsungens Kreisläufer Felix Danner (Mitte) will sich gegen die Kieler Deckung durchsetzen. Auf unserem Foto tut er dies gegen die Flensburger Anders Zachariassen (links) und Tobias Karlsson. Foto:  Fischer

Kassel. Welch ein Auftakt für die Handballer der MT Melsungen in die Restrunde: Der Meister kommt.

Heute Abend empfängt der heimische Bundesligst den THW Kiel vor ausverkauften Rängen in der Kasseler Rothenbach-Halle. Anwurf ist um 20.15 Uhr. Für die Mannschaft von Trainer Michael Roth gilt also gleich das Motto: Auf geht’s, MT – Zähne zeigen! Denn angesichts des harten Auftaktprogramms ist ein guter Start Gold wert. Darauf kommt es an:

1. Von der Vorbereitung profitieren: „Wir sind heiß auf Kiel“, sagt Melsungens Marino Maric. Vier Wochen lang stemmten er und seine Kollegen Gewichte und sprinteten die Halle rauf und runter. Bis auf die drei WM-Fahrer Michael Müller, Johannes Sellin und Patrik Fahlgren hatte MT-Trainer Michael Roth während dieser Zeit praktisch alle Spieler zur Verfügung. Für eine Woche musste er ohne Felix Danner (Faserriss im Bauchmuskelbereich) auskommen. Der Kreisläufer ist seit Montag wieder im Training. „Alle Mann sind top-motiviert und Felix kann uns auf jeden Fall helfen“, sagt der Coach.

2. Den WM-Schwung mitnehmen: Die Weltmeisterschaft in Katar war für Müller und Sellin ein Turnier mit vielen schönen Eindrücken und wichtigen Erfahrungen. Auch der schwedische Mittelmann Fahlgren kann trotz des Ausscheidens der Skandinavier im Achtelfinale eine erfreuliche Bilanz ziehen: „Ich habe ein gutes Gefühl. Wir gehen mit viel Energie die Hammer-Aufgabe gegen Kiel an.“

3. An den 1. März 2014 denken: Es ist gar nicht so lange her, noch nicht mal ein Jahr, da gelang den Melsungern in eigener Halle ein Coup gegen den großen THW. Am 1. März 2014 war das, als die MT den Deutschen Meister 30:29 in der Rothenbach-Halle besiegte – daran müssen die heimischen Handballer denken. „Den Triumph aus dem letzten Jahr haben wir nicht vergessen. Wir wollen das wieder schaffen“, erklärt Roth, räumt aber auch, dass er mit einem Remis leben könnte.

4. Auf die Stärken besinnen: Zugegeben, das letzte Spiel vor der WM-Pause in Lemgo am zweiten Weihnachtsfeiertag ging in die Hose. Was die Melsunger aber sonst im letzten Teil der Hinserie zeigten, war mehr als beeindruckend. Auf diese Stärken muss sich die Mannschaft besinnen – am besten direkt an diesen Lauf anknüpfen. Die Grundpfeiler waren eine solide Abwehrarbeit und ein immer besser funktionierendes Tempospiel. Und dass die MT vor eigenem Publikum zu allem in der Lage ist, hat sie im letzten Heimspiel vor der Winterpause beim 22:22 gegen Flensburg unter Beweis gestellt. Da hatten die Melsunger die Norddeutschen kurz vor einer Niederlage. Womöglich muss dann heute ein anderer Klub aus dem Norden dran glauben.

5. Die Stimmung ausnutzen: Heute wird die Kasseler Rothenbach-Halle aus allen Nähten platzen. „Eine zusätzliche Motivation für uns. Wir wollen zeigen, was wir können“, freut sich Fahlgren auf ein ausverkauftes Haus. Die Stimmung wird brodeln – das muss Roths Mannschaft ausnutzen. Denn nicht nur die Spieler sind zum Ende der Hinserie in Topform aufgelaufen, auch die Melsunger Fans haben einen Zahn zugelegt. Beim 22:22 gegen Flensburg ertönten erstmals richtige Schlachtenbummler-Gesänge von den Rängen. Auch das macht Lust auf den heutigen Knaller gegen den Champions-League-Teilnehmer Kiel.

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