Bärenstarke Deckung sichert Roth-Team den angepeilten sechsten Saisonsieg

22:19 - MT Melsungen mit längerem Atem gegen Lübbecke

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Hoch, höher, Kühn: MT-Angreifer Julius Kühn (mit Ball) kommt hier gegen den Lübbecker Piotr Grbarczyk zum erfolgreichen Abschluss. Foto: Agentur Fotostand

Lübbecke. Pflicht erfüllt: Mit einem 22:19 (12:11)-Erfolg beim Schlusslicht TuS N-Lübbecke wurde die MT Melsungen ihrer Favoritenrolle gerecht und festigte mit dem dritten Sieg in Folge als neuer Vierter ihren Platz in der Spitzengruppe der Handball-Bundesliga.

Keine Frage, da hatte ein Außenseiter nach dem ersten Punktgewinn der laufenden Runde – dem vorausgegangen 26:26 in Leipzig - Selbstvertrauen getankt. Und legte los wie die Feuerwehr. Zumindest in der Abwehr, die der Melsunger Offensive in den ersten Minuten, besonders der gut aufgelegte Torwart Tatai, einige Rätsel aufgab. Dank daraus resultierender Tempogegenstöße gestalteten die Gastgeber das Spiel bis zum 5:5 (12.) offen. Nur so, denn im Positionsangriff sahen die Ostwestfalen gegen die Melsunger 6:0-Wand kein Land. Auch ihre Versuche über außen scheiterten an Johan Sjöstrand, der seinem ungarischen Kollegen in nichts nachstand.

Dann hatte sich der MT-Angriff endlich geschüttelt – und schaltete einen Gang rauf. Per zweiter Welle sorgten Julius Kühn und Dener Jaanima (2) für eine 8:5-Führung. Nach Marics schön herausgespieltem Treffer zum 9:6 (18.) wurde es merklich ruhiger in der Merkur-Arena – und der Favorit hatte die Chance, die erwarteten Kräfteverhältnisse zu zementieren. Die dieser aber fahrlässig vergab, weil er einen Konter nach dem anderen ungenutzt ließ.

Der Neuling ließ sich nicht lange bitten – und war, wie seine Fans, schnell wieder „da“. Besonders bejubelt wurden drei Bagaric-Tore aus der zweiten Reihe und der erfolgreich abgeschlossene Tempogegenstoß von Pontus Zettermann zum 11:11. Immerhin: Linkshänder Jaanimaa sorgte mit seinem siebten Tor für eine 12:11-Führung – und mutierte damit fast zum Alleinunterhalter in seinem über weite Strecken wankelmütigen MT-Angriff.

Da drängte sich für die zweite Hälfte die Frage auf: Würden die Melsunger das in der ersten Halbzeit Versäumte in der zweiten nachholen? Erst mal nicht. Stattdessen wurde Peter Tatai in Überzahl so richtig heiß geworfen. Den hatte, so schien’s, einzig Rückraumspieler Jaanimaa mit seinen Geschossen aus der Hüfte drauf. Einer davon saß zum 13:11 (35.).

Immerhin: Auf die Melsunger Defensive war dauerhaft Verlass, ohne dass sich die Roth-Schützlinge indes entscheidend absetzen konnten. Auch nicht in zweifacher Überzahl, auch nicht mit den neuen Aufbauspielern Timm Schneider und Finn Lemke. Erst nach einem Tempogegenstoßtor des Abwehrchefs zum 19:15 (50.) bahnte sich die Vorentscheidung an. Zumal Rechtsaußen Reichmann zweimal nachlegte (53.) und währenddessen der im Tor eingewechselte Nebojsa Simic da weiter machte, wo Vorgänger Sjöstrand aufgehört hatte.

Die letzten Zweifel am sechsten Saisonsieg beseitigte Spielmacher Schneider mit seinem Treffer zum 22:16 (57.). So zahlte sich das Wechselspiel in Melsungens Offensive letztlich doch noch aus.

Statistik

TuS N-Lübbecke – MT Melsungen 19:22 (11:12)

N-Lübbecke: Tatai (10 Paraden/17 Gegentore), Birlehm (ab 44., 2/5); Genz 1, Kaleb, Bechtloff, Grabarczyk, Gierak 2, Bagaric 5, Gruszka 2/1, Rakovic 1, Torbrügge, Schade, Zettermann 3, Remer 5/1

Melsungen: Sjöstrand (9/13), Simic (ab 44., 7/5); Maric 2, Kühn 3, Lemke 1, Golla, Reichmann 4/3, Mikkelsen, Danner, P. Müller, Boomhouwer, Schneider 1, Allendorf 2/1, Jaanimaa 9, Haenen

Schiedsrichter: Behrens//Fasthoff

Zeitstrafen: 8:10 Minuten

Siebenmeter: 3/2:5/4

Zuschauer: 2000.

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