23:28 - MT hält lange mit beim THW Kiel

Anton Mansson gegen Aron Palmarsson (24) und Markus Ahlm, Tor: Thierry Omeyer

Kiel. Lange teuer verkauft, aber verloren: Mit 23:28 (14:14) musste sich die MT Melsungen im Topspiel der 1. Handball-Bundesliga beim unbezwungenen Spitzenreiter THW Kiel geschlagen geben. Trotzdem konnten die MT-Akteure erhobenen Hauptes die Halle verlassen.

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„Einmal im Jahr müssen wir nun eben nach Kiel“, sagte Michael Roth unmittelbar vor dem Warmmachen seinen Schützlingen. Weniger ein Zeichen von vorzeitiger Resignation, sondern vielmehr die eindringliche Bitte, dass sie das Beste aus dieser Mammutaufgabe machen mögen.

Die Botschaft schien angekommen zu sein. Anfangs gaben die Nordhessen durchaus den Ton an: Anton Mansson traf zum 1:0 (2.), Michael Allendorf, Savas Karipidis und Alexandros Vasilakis, dessen Einsatz vor Beginn wegen einer Oberschenkelblessur noch fraglich war, stellten auf 4:1 (5.). Und das, obwohl der Rekordmeister zwischen 3:2:1- und 6:0-Deckung wechselte. Erst als die MT wegen einer Zeitstrafe gegen Allendorf in Unterzahl agieren musste, fand der THW besser in die Partie, glich erst durch Filip Jicha zum 5:5 aus (9.) und ging dann sogar durch Momir Ilics Siebenmeter mit 8:6 in Führung.

Doch die MT des Herbsts 2011 lässt das kalt und blieb stabil – so wie es Roth seinem Team Woche für Woche einimpft. In der 20. Minute lag Melsungen durch ein Tor von Grigorios Sanikis wieder mit 11:10 vorn und hätte den Vorsprung wieder ausbauen können. Denn Per Sandström im Kasten der Gäste war ein guter Rückhalt. Und die Hausherren leisteten sich Schwächen im Abschluss. Einmal abgesehen von Rechtsaußen Christian Sprenger, der viermal bis zur Pause traf – das letzte Mal zwei Sekunden vor der Sirene. Dennoch verschaffte sich die MT einigen Respekt.

Ob ihnen das auch nach dem Wiederbeginn gelingen sollte? Roth führte mal mit Wetzlar in der Sparkassen-Arena mit 18:14 – und verlor am Ende doch klar. Was in dieser Halle immer passieren kann, wo 10 000 Kieler Anhänger wie ein achter Mann hinter ihrem Team stehen. Und die THW-Mannschaft nahm die Vorlage von den Rängen auf und erhöhte den Druck (19:16, 42.). Allerdings hielt die MT mit Jens Schöngarth und Co. zunächst prima dagegen (19:19). Ehe sich die Melsunger versahen, gerieten sie jedoch erneut ins Hintertreffen (19:24, 51). Vor allem, weil Kiels Hintermannschaft inklusive Torsteher Thierry Omeyer immer stärker wurde. Die Basis für den Favoriten, um zu den leichten Treffern zu kommen.

Eineinhalb Wochen zuvor holten die Nordhessen beim 30:30 bei den Rhein-Neckar Löwen einen derartigen Rückstand auf, diesmal gelang es aber nicht. Im Gegenteil: Der Top-Klub setzte sich weiter ab. Weswegen sich die Melsunger aber letztlich nicht grämen mussten.

THW: Omeyer, Palicka (n.e.) – Andersson, Sprenger 4, Ahlm 1, Kubes 1, Reichmann, Zeitz 6, Palmarsson 1, Narcisse 2, Ilic 6/2, Klein 2, Jicha 5.

MT: Sandström, Kelentric (bei einem 7m) – Schöngarth 2, Mansson 3, Fahlgren 3, Vasilakis 1, Hildebrand, Danner 2, Sanikis 2, Karipidis 3/1, Allendorf 5/1, Vuckovic 2, Sania, Schweikardt.

SR: Schulze/Tönnies (Magdeburg/Stendal). – Z: 10 250.

Von Björn Mahr

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