MT Melsungen vor dem Erstliga-Start

Punktuelle Verstärkungen: MT-Neuzugang Rnic im Interview

Hoffnungsträger: Momir Rnic (rechts), der bei der MT für Druck und Tore aus dem Rückraum sorgen soll. Foto: Eyert
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Hoffnungsträger: Momir Rnic (rechts), der bei der MT für Druck und Tore aus dem Rückraum sorgen soll.

Melsungen. Nicht nur mit seinen Toren, auch mit seiner Europapokalerfahrung kann Neuzugang Momir Rnic seiner neuen Mannschaft nützlich sein. Im HNA-Interview strahlt der 27-jährige Rückraumspieler viel Zuversicht aus.

Wie haben Sie die Vorbereitung überstanden? Fühlen Sie sich bereits in die Mannschaft integriert? 

Momir Rnic: Es war schon anstrengend, aber auch notwendig, um die Grundlagen für die Saison zu legen. Ich bin sehr gut aufgenommen worden und fühle mich wohl hier. Trotzdem brauche ich noch etwas Zeit, um mich völlig zu akklimatisieren. Schließlich ist alles neu für mich.

Was hat Michael Roth in Melsungen anders gemacht als Velimir Petkovic in Göppingen? 

Rnic: Wenig. Beide legen besonderen Wert auf Athletik und Teamgeist. Gerade den zeichnet die Mannschaft aus. Da hat das Quälen in der Vorbereitung sogar Spaß gemacht.

Welche Rolle trauen Sie sich im Team zu? 

Rnic: Ich will Leistungsträger werden. Und die Qualitäten abrufen, weswegen ich geholt wurde.

Welche? 

Rnic: Ich denke da vorwiegend an meine Explosivität und meinen starken Wurf aus der Distanz.

Den Spielplan finden Sie hier.

Also sind von Ihnen viele Tore zu erwarten? 

Rnic: Ich hoffe schon, aber ich will auch für meine Nebenleute spielen.

Sie waren in Göppingen ein äußerst sicherer Siebenmeterschütze. Können Sie diese Qualität im Training mit Mikael Appelgren - den Torwart mit den meisten abgewehrten Strafwürfen der letzten Saison - noch ausbauen? 

Rnic: Es ist in der Tat eine Herausforderung vor Mikael zu stehen. Das habe ich in der letzten Saison gemerkt. Das Training mit ihm bringt uns beide weiter und unsere weiteren Strafwurfschützen auch.

Was trauen Sie Ihrer neuen Mannschaft in der kommenden Saison zu?

Rnic: Ich denke, sie kann einen weiteren Schritt nach vorn machen. Das war auch der Hauptgrund für meinen Wechsel nach Melsungen. Vielleicht können wir uns trotz der starken Konkurrenz gegenüber der letzten Saison um einen Platz verbessern. Dabei könnte schon die erste Woche wegweisend sein. Sechs Punkte aus den ersten vier Spielen wären eine gute Ausgangsbasis.

Kann die Doppelbelastung Meisterschaft-Europapokal zu einem Problem werden? 

Rnic: Die Belastung wird größer, aber wir sind darauf vorbereitet, denn wir haben auf jeder Position zwei gute Spieler. Außerdem haben die Spiele im Europapokal ihren ganz eigenen Charakter. Das macht richtig Spaß und die Motivation ergibt sich von allein.

Sie haben im Team die meiste Europapokalerfahrung sowohl in der Champions-League wie auch im EHF-Pokal. Welchen Rat würden Sie Ihrem Team für die Auftritte auf Europas Bühne geben? 

Rnic: Es gibt in diesem Wettbewerb keine Favoriten. Da entscheidet jedes Mal die Tagesform und die Begeisterungsfähigkeit. Da fast alles neu ist, müssen wir uns ganz allein auf uns selbst konzentrieren.

Von Ralf Ohm und Björn Mahr

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