Kapitän Müller lobt gutes Zusammenspiel

Sparkassencup: MT bezwingt Lemgo im Endspiel mit 34:27

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Rotenburg. 20 Jahre nachdem der Sparkassencup aus der Taufe gehoben wurde, hat es endlich geklappt: Durch einen 34:27 (19:15)-Erfolg im Finale gegen den  TBV Lemgo sicherte sich die MT Melsungen erstmals den Sieg beim Turnier.

„Natürlich freuen wir uns auch, dass wir den ersten Platz erreicht haben“, erklärte MT-Kapitän Michael Müller, „aber wichtiger war für uns, dass wir gut zusammengespielt haben.“ Der Rückraumspieler nahm den Siegerscheck in Höhe von 3000 Euro entgegen und reckte den Pokal in Richtung der jubelnden Kollegen und Fans.

Fast 1000 Zuschauer waren in die Rotenburger Göbels Hotels Arena gekommen, um mit dem nordhessischen Bundesligisten zu fiebern. Und der legte los, als gäbe es kein Morgen mehr: 1:0 durch Jeffrey Boomhouwer, 2:0 durch Johannes Sellin – jeweils nach sehenswerten Tempogegenstößen.

Doch kampflos wollten die Ostwestfalen dem Favoriten nicht das Feld überlassen und bissen sich in die Partie förmlich hinein. In der 13. Minute lag Lemgo mit 8:7 vorn. Alerdings ließ die Antwort der Fuldastädter nicht lange auf sich warten. Von 11:11 zog die MT auf 19:13 davon. Vor allem Boomhouwer, wegen des angeschlagenen Michael Allendorf besonders gefordert, drehte einmal mehr beim Sparkassencup auf. Zudem knüpfte Johan Sjöstrand da an, wo er am Vorabend beim Halbfinalerfolg der Melsunger gegen Hannover aufgehört hatte. Er wurde sogar zum besten Schlussmann des Turniers gekürt.

„Ich bin mit unserer Leistung absolut zufrieden, mit Ausnahme der Anfangsphase der zweiten Halbzeit“, sagte Trainer Michael Roth mit Blick auf einen Durchhänger seines Teams, „da haben wir etwas gepennt.“ Bedingt durch einige personelle Umstellungen, griff bei der MT nicht ein Rädchen ins nächste. Die Folge: Der TBV glich bis zur 39. Minute auf 20:20 aus. Zudem haderten die Melsunger mit einigen Entscheidungen der Schiedsrichter. Nur gut, dass Schlussmann Rene Villadsen seinem Mitstreiter in nichts nachstand und unter anderem zwei Siebenmeter von Arjan Haenen glänzend parierte.

Damit verhinderte der Däne, dass Lemgo um seinen Routinier Rolf Hermann, als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet, weiter Oberwasser bekam und noch einmal in Führung gehen konnte. Mitte des zweiten Durchgangs hatte Melsungen wieder alles im Griff. Michael Müller, Christian Hildebrand und Marino Maric warfen einen Vier-Tore-Vorsprung heraus (26:22). Als Nenad Vuckovic, Hildebrand und Timm Schneider auf 29:23 gestellt hatten (54.), war alles für den ersten Melsunger Erfolg bereitet. Roth hatte so sogar noch die Gelegenheit, den jungen Spielern Jan Forstbauer, Johannes Golla und Maurice Paske Einsazzeiten zu geben. „Wir spielen einen guten Ball. Wenn wir jetzt noch ein, zwei Schwächephasen abstellen“, meinte Schneider, „sind wir auf einem sehr guten Weg.“ Nächste Etappe ist kommendes Wochenende der erima-Cup in Bremen.

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