Anwurf heute um 19 Uhr

Melsungen vor Schlüsselspiel gegen Berlin um fünften Platz

Auf ihn wartet ein spezielles Spiel: Rechtsaußen Johannes Sellin, der mit der MT auf seine Ex-Mannschaft, die Füchse Berlin, trifft. Foto: Fischer

Melsungen. „Die Partie ist wegweisend für uns“, sagt der Trainer. Und sein Spielmacher: „Das ist ein Schlüsselspiel.“

Keine Frage, Michael Roth und Patrik Fahlgren wissen, das die Stunde im Kampf um eine erneute Qualifikation für Europas Bühne geschlagen hat. Und welch‘ schwere Aufgabe auf den heimischen Handball-Bundesligisten MT Melsungen zukommt, wenn am heutigen Mittwoch (19 Uhr) die Füchse Berlin in der Rothenbach-Halle gastieren.

Neben Göppingen und der MT der dritte Bewerber um den so wertvollen fünften Platz, die derzeit nur zwei Punkte voneinander trennen. Also wäre ein Sieg, das wissen die Melsunger Verantwortlichen genau, „Gold wert“ (Roth).

Wir übertragen das Spiel ab 19 Uhr live auf Radio HNA.

Nicht nur deshalb ist laut Berlins Manager Bob Hanning „ein Duell absolut auf Augenhöhe“ zu erwarten. Denn beide Rivalen gehen moralisch gestärkt hinein: die Hauptstädter dank einer formidablen Rückrunde, die Nordhessen als frischgebackener EHF-Pokal-Viertelfinalist. „Wir sind unserer Favoritenrolle in den Gruppenspielen souverän gerecht geworden, das ist gut für den Kopf“, meint Johannes Sellin.

Weiß aber auch, „dass Berlin ein ganz anderes Kaliber als zuletzt Nexe ist.“ Schließlich hat der Ex-Berliner, der 2013 an die Fulda wechselte, noch mit einigen aktuellen Akteuren (u.a. Heinevetter, Stochl, Jaszka oder Romero) zusammengespielt. Also ist’s für den 24-Jährigen durchaus ein „spezielles“ Spiel. „Doch das muss ich ausblenden“, ermahnt der Rechtsaußen sich selbst.

Kein Raum für Sentimentalitäten also. Stattdessen konzentriert und eiskalt bleiben, besonders im Abschluss: „Wir müssen die Dinger reinmachen, ohne jeden Schnickschnack.“ Denn letztlich könnten Kleinigkeiten, einige wenige Details diese Partie entscheiden. Wer etwa den gegnerischen Torhüter besser drauf hat, wobei sowohl Mikael Appelgren wie auch Petr Stochl derzeit ein alles andere als kleines Hindernis darstellen. Wem es als erstes gelingt, sein Umschaltspiel zu forcieren. „Einfache Tore vermeiden und selber welche machen“, lautet Fahlgrens einfache, aber erfolgversprechende Devise.

Die setzt voraus, dass Melsungen Berlins „fantastischen Rückraum“ (Roth) in den Griff bekommt. Genauso wie die Achse Romero-Pevnov, die immer dann auf den Plan tritt, wenn der Angriffsmotor der Füchse mal stottert. „Dafür werden wir uns etwas einfallen lassen“, kündigt Michael Roth an.

Sein Kollege Dagur Sigurdsson muss eventuell wieder über Ersatz für den immer noch nicht fitten Spielmacher Bartlomiej Jaszka nachdenken. In Frage kommen Neuzugang Petar Nenadic oder Altstar Iker Romero, die aber beide laut Hanning den Weltklasse-Mann nicht vollwertig ersetzen können.

Also spielt der Pole doch, nachdem er zuletzt geschont wurde? Die enorme Bedeutung des Spiels lässt das durchaus vermuten.

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