MT Melsungen trennt sich 26:26 von Hannover

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Kassel. Eine Vorgabe des Trainers setzten sie in die Tat um, die Handballer des Bundesligisten MT Melsungen. Denn sie gewährten im Heimspiel den Gästen von der TSV Hannover-Burgdorf weniger als 30 Tore.

Dennoch kam keine Freude bei Coach Michael Roth und seinen Mannen auf. Kein Wunder, denn mit dem angestrebten Heimsieg wurde es vor 2305 Zuschauern nichts. Unterm Strich stand aufgrund einer mäßigen Angriffsleistung lediglich ein 26:26 (13:13). „Natürlich sind wir enttäuscht. Zu Hause muss man gewinnen“, sagte Rechtsaußen Savas Karipidis.

Genau auf den Tag vor elf Monaten hatten die Melsunger in der Kasseler Rothenbach-Halle eine empfindliche Heimniederlage gegen die Landeshauptstädter quittieren müssen. Und auch diesmal wurde rasch deutlich, dass es eine Herkulesaufgabe für die Gastgeber werden würde. Die TSV war von Beginn an zu allem entschlossen. Etwa daran erkennbar, dass die Niedersachsen bei eigener Unterzahl den Tormann herausnahmen, um in der Offensive Gleichzahl zu erreichen. Anders als Ende Oktober 2011 waren die Hausherren jedoch ausgeruht in die Partie gegangen und hatten nicht einen Pokal-Krimi gegen die Rhein-Neckar Löwen in den Knochen stecken.

So hielten die Nordhessen gegen eine aggressiv auftretende Gäste-Mannschaft gut dagegen. Toll, wie erst Per Sandström einen Siebenmeter von Lars Lehnhoff und dann Mikael Appelgren (3.) einen weiteren von Jannis Fauteck (12.) entschärfte. Toll auch, wie der zurückgeeilte Michael Allendorf die Konterchance von Mait Patrail (8.) zunichte machte. Überhaupt nicht toll allerdings, wie die Heimsieben teilweise mit ihren Möglichkeiten umging. Da wurden einige hochkarätige Gelegenheiten liegen gelassen. „Wir haben zu viele Fehler gemacht“, bedauerte Kreisläufer Felix Danner.

Ein zusätzliches Handicap, dass der Nationalspieler früh durch die zweite Zeitstrafe arg belastet war. Später bekam Danner sogar den Roten Karton unter die Nase gehalten. Nur gut, dass Grigorios Sanikis einen guten Tag erwischt hatte und gleich mit der ersten Angriffsaktion erfolgreich war. In seinem Schatten konnten dann nenad Vuckovic und Alexandros Vasilakis mehr Akzente setzen und den gut disponierten Schlussmann Martin Ziemer ein ums andere Mal verladen. So lagen die Gastgeber zumeist vorn. Doch trotz doppelter Überzahl kam die TSV zum Ausgleich. Nicht das letzte Mal in dieser Begegnung, das sich die Melsunger in zahlenmäßiger Überlegenheit keinen Vorteil verschaffen konnten. Auch in der 41. Minute etwa musste die MT bei einem Mann mehr auf dem Feld einen Treffer einstecken (17:17). Das Spiel blieb absolut spannend.

Fünf Minuten vor Schluss gingen die Burgdorfer gar in Führung. Nachdem Allendorf vom Siebenmeterpunkt zum 26:26 erfolgreich war (57.) und Lehnhoff auf der Gegenseite aus gleicher Position nur die Latte getroffen hatte (59.), besaßen beide Klubs noch Chancen, den Siegtreffer zu markieren. Der Gast unter anderem zwei Sekunden vor Ende, als Lehnhoff ein Kempa-Anspiel verwerten wollte, aber vom aufmerksamen Savas Karipidis am Torwurf gehindert wurde.

Von Björn Mahr

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