Kräftiger Applaus für Jaanimaa beim Wiedersehen

MT Melsungen: Turniersieg in Hamburg als „schöner Abschluss der Woche“

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Wiedersehen in Hamburg: Melsungens Dener Jaanimaa (MT) und sein ehemaliger Teamkollege Blazenko Lackovic. 

Hamburg. 1400 Zuschauer in der Sporthalle Wandsbek erhoben sich von ihren Sitzen und applaudierten. Der Beifall galt vor allem den Bundesliga-Handballern der MT Melsungen, die beim Turnier um den Benthack-Cup in Hamburg erwartungsgemäß den Sieg eroberten.

Im Endspiel hatten die Mannen von MT-Trainer Michael Roth den Zweitligisten VfL Lübeck-Schwartau nach 40-minütiger Spielzeit soeben 19:12 (9:5) bezwungen.

„Ein schöner Abschluss dieser Woche“, bilanzierte Roth, „das Wichtigste war allerdings, dass sich trotz der hohen Belastung kein Spieler verletzt hat.“ Im Finale brachte Michael Allendorf sein Team gleich mal mit drei Toren 3:0 in Führung. Allendorf war der einzige etatmäßige Linksaußen im Kader, weil Jeffrey Boomhouwer wegen gesundheitlicher Probleme im privaten Umfeld vorzeitig das Trainingslager am Fleesensee in Mecklenburg verlassen hatte und nach Melsungen gereist war.

Mit dem starken Neuzugang Nebojsa Simic im Kasten und einer engagiert verteidigenden Deckung steuerte der Favorit über 11:5 und 13:6 einem sicheren Sieg entgegen.„Obwohl wir taktisch noch nicht viel gemacht haben, stand die Abwehr in den verschiedenen Besetzungen schon gut“, sagte Roth. Für die Tore sorgten Allendorf (5/1), Dener Jaanimaa (5), Julius Kühn (4), Arjan Haenen (2), Timm Schneider, Lasse Mikkelsen und Finn Lemke (je 1).

Den ersten kräftigen Applaus des Tages hatte auch ein Melsunger erhalten: Dener Jaanimaa – als er und seine Kollegen vor dem Halbfinale gegen den gastgebenden HSV vorgestellt wurden. Denn der Este spielte für die Hamburger, ehe diese im Januar 2016 ihr Team aus wirtschaftlichen Gründen aus der Bundesliga abmelden mussten. Jaanimaa, der im Stadtteil Eppendorf gewohnt hatte, wechselte anschließend nach Kiel. Einen Weggefährten aus dieser Zeit traf er am Rande des Turniers in Wandsbek: Der Kroate Blazenko Lackovic kehrte in diesem Sommer aus Kiel nach Hamburg zurück, musste am Sonntag aufgrund von Wadenproblemen aber passen.

Eine Halbzeit lang war der HSV auch ohne den Superstar ebenbürtig. 9:9 stand’s zur Pause – auch weil der Ex-Melsunger Jan Forstbauer dreimal gegen die alten Kumpels erfolgreich war. Dann aber zog die MT – gestützt auf den sich steigernden Schlussmann Johan Sjöstrand – durch Treffer von Marino Maric (2), J Kühn (2), Allendorf (2) und Lemke vorentscheidend von 9:10 auf 16:10 weg und siegte letztlich klar mit 23:13.

„Das war so etwas wie eine erste gute Einheit im handballerischen Bereich“, stellte Kühn erfreut fest. Die Tore verteilten sich auf Allendorf (8/3), Felix Danner (4), Tobias Reichmann, Maric (je 3), Kühn (2), Michael Müller (1), Schneider (1) und Lemke (1).

Am heutigen Montag haben die Spieler trainingsfrei. „Das tut ganz gut, wenn man als Team zuvor eine Woche förmlich aufeinander gehockt hat“, sagt Kühn. Der nächste Test findet bereits am Mittwoch ab 19.15 Uhr statt – erstmals laufen die Melsunger dann in Nordhessen auf. In der Halle der Beruflichen Schulen in Eschwege geht es in einer Partie für den guten Zweck gegen den Erstliga-Aufsteiger TV Hüttenberg.

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