Bei einer Pleite wird’s ungemütlich

MT Melsungen steht in Erlangen unter Erfolgsdruck

Hofft auf zwei Punkte in Erlangen: Melsungens Kapitän Nenad Vuckovic. Foto: Fischer

Melsungen/Erlangen. Ein Blick ins Klassement genügt. Um zu wissen, dass Handball-Bundesligist MT Melsungen am heutigen Mittwoch (20.15 Uhr, Arena Nürnberger Versicherung) beim Tabellen-15. HC Erlangen nicht leer ausgehen darf.

Denn sollten die Nordhessen in Nürnberg (!) das Nachsehen haben, stünden sie lediglich noch nach Minuspunkten und aufgrund der Tordifferenz besser da als der Kontrahent aus Mittelfranken.

„Wir müssen gegen Erlangen punkten. Sonst wird es langsam aber sicher ungemütlich“, ist sich MT-Trainer Roth der Bedeutung der Begegnung absolut bewusst. Gedanken an das Europapokal-Heimspiel am Samstag (19 Uhr, Kassel) gegen Tatran Presov? Nicht eine Sekunde. Genauso weiß Michael Roth aber auch, wie hart der Weg zum erhofften Erfolgserlebnis sein wird. Neben einer aggressiven Verteidigung brauchen die Melsunger effektive Abschlüsse im Angriff, um die zumeist offensiv ausgerichtete Abwehr des HCE (mal 3:2:1, mal 5:1) zu überlisten.

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Es gilt also, an die Leistung aus dem Spiel gegen Meisterschaftsanwärter Rhein-Neckar Löwen (28:31) anzuknüpfen. „Da haben wir einen kleinen Schritt nach vorn gemacht“, betont Rückraumschütze Momir Rnic. Worin Kapitän Nenad Vuckovic seinem serbischen Landsmann nur beipflichten kann: „Aus dieser Partie müssen wir die positiven Sachen mitnehmen.“ Dazu gehörte, dass die MT zumindest mehr als eine Halbzeit lang im Positionsangriff durchaus zu glänzen wusste und Regisseur Patrik Fahlgren, Rnic und ihre Mitstreiter gehörigen Druck ausübten.

Auf Rnic ruhen auch am Mittwoch die Hoffnungen der Roth-Schützlinge. Umso mehr, als Philipp Müller noch zwei Bundesliga-Spiele gesperrt ist. Wegen einer Daumenverletzung hätte der Abwehrstratege ohnehin passen müssen. Gegen Presov dürfte er indes wieder auflaufen können.

„Wir sind gegen Melsungen auf jeden Fall krasser Außenseiter“, meint Erlangens Manager Stefan Adam, „das ist der stärkste Gegner sein, den wir bislang nach dem Aufstieg hier zu Gast haben.“ Klingt allerdings ein bisschen nach Understatement, nachdem das Team von Trainer Frank Bergemann seit dem ersten Spieltag (gegen Lübbecke) nicht mehr vor heimischer Kulisse unterlegen war und dabei Mannschaften wie Wetzlar (einmal in der Liga, einmal im Pokal), Hannover-Burgdorf und Gummersbach in die Schranken verwiesen hatte. Zudem besitzt der HCE einen der besten Torjäger der Klasse: Ole Rahmel. Der Rechtsaußen zählt sogar zu den Kandidaten für das Allstar-Spiel in Nürnberg.

Nicht zu vergessen Torwart Nikolas Katsigiannis, der schon früher mit anderen Klubs der MT einige Rätsel aufgab. Und auch diesmal dafür sorgen konnte, dass dem Roth-Team ungemütliche Zeiten bevorstehen.

Von Björn Mahr

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