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MT Melsungen deklassiert Berlin mit einem 31:24-Sieg

Kassel. Was war denn da los? 31:24 (20:11) gegen die Füchse Berlin! Eine tobende Rothenbach-Halle! Die MT Melsungen hat am Mittwochabend vor 3417 Zuschauern ein Feuerwerk abgebrannt.

Der heimische Handball-Bundesligist deklassierte den amtierenden Pokalsieger und hat einen wichtigen Sieg im Kampf um den fünften Tabellenplatz gelandet.

Ohne Übertreibung lässt sich sagen: So eine mitreißende erste Halbzeit haben die Melsunger Fans noch nie in der Kasseler Rothenbach-Halle gesehen. Vor allem in den letzten zehn Minuten des ersten Durchgangs spielten sich die Hausherren in einen regelrechten Rausch und legten den Grundstein für den Erfolg. Die Mannschaft von MT-Trainer Michael Roth war von Beginn an auf Betriebstemperatur. Allen voran der überragende Mikael Appelgren im Melsunger Tor, der in den ersten anderthalb Minuten gleich drei Würfe entschärfte. Da war der Melsunger Anhang sofort wach, und als Momir Rnic, Patrik Fahlgren und Malte Schröder die Gastgeber mit 3:0 in Führung brachten (4. Minute), begann die Halle zu kochen. Hier bahnte sich etwas an.

MT Melsungen gewinnt 31:24 gegen die Füchse aus Berlin

Doch zunächst ließen sich die Berliner nicht abschütteln. Sie blieben dank Paul Drux und Fabian Wiede in Schlagdistanz. Die Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten. Es ging hin und her. Wobei die MT immer diesen einen Tick besser war. Die Abwehr verschob geschickt, und im Angriff fanden die Nordhessen immer wieder Lösungen. Zumal Appelgrens Gegenüber Petr Stochl einen nicht so guten Tag erwischte wie der Schwede im MT-Tor. Kein Wunder also, dass Silvio Heinevetter ab der 27. Minute in den Berliner Kasten rückte.

Da stand es bereits nach dem Treffer von Marino Maric 18:11 für die Melsunger, die zu diesem Zeitpunkt den Tabellennachbarn vorführten. Das ging ab der 21. Minute los - da gelang den Hausherren einfach alles. Zuspiele hinter dem Rücken wie der Pass von Fahlgren, Heber wie der von Michael Allendorf zum 15:10 (24.) und blitzschnelle Gegenstöße wie der von Johannes Sellin zum 19:11 (28.). Und dann war da natürlich noch dieser Blondschopf im Melsunger Tor, der die Gäste zur Verzweiflung brachte.

Und der Wahnsinn nahm kein Ende. Die MT marschierte, die MT ließ nicht locker und baute den Vorsprung zwischenzeitlich sogar auf elf Tore aus - Michael Müller traf zum 24:13 (37.). Hätte Heinevetter nicht in mancher Situation Kopf und Kragen riskiert, es hätte noch übler ausgesehen für die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson. Für die Melsunger hingegen gab es im zweiten Durchgang nur einen Schreckmoment, als nämlich Fahlgren humpelnd das Spielfeld verlassen musste und anschließend am Knie behandelt wurde.

Ansonsten brachten die Hausherren diese Partie, dieses Schlüsselspiel um Platz fünf gegen chancenlose Berliner souverän über die Zeit. An diesem denkwürdigen Abend stellte die MT ihre Klasse eindrucksvoll unter Beweis. „Ihr könnt nach Hause fahren“, sang der MT-Anhang in Richtung der Berliner. Wie die MT-Spieler feierten auch die Zuschauer ein berauschendes Handball-Fest.

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