Handball-Bundesliga

Schnellcheck: MT unterliegt Gummersbach, kündigt aber Einspruch an

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Kassel. Nun hat es die MT Melsungen erwischt: Mit 23:27 (11:12) musste der Handball-Bundesligist gegen den VfL Gummersbach die erste Saison-Niederlage hinnehmen. Allerdings haben die Melsunger sofort nach der Begegnung angekündigt, Einspruch einzulegen.

Der Hintergrund ist ein Zweikampf zwischen Gummersbachs Torwart Carsten Lichtlein und MT-Außen Jeffrey Boomhouwer. Alles dazu und noch Weiteres im Schnellcheck zum Spiel.

Wie war das Spiel?

Die Melsunger hatten den zuletzt angeschlagenen Nenad Vuckovic wieder dabei. Dagegen wurde Michael Allendorf noch geschont und saß nur zur Absicherung auf der Ersatzbank. Seine Kollegen fanden nicht gut in die Begegnung: Abwehrleistung war in Ordnung, aber im Angriff tat sich das Heimteam schwer. Zumal einige Würfe nicht mal auf den Kasten, sondern sogar daneben gingen. Übergroßer Respekt vor Nationaltorwart Carsten Lichtlein?

So liefen die Melsunger im ersten Durchgang fast ständig einem Rückstand hinterher. In der 17. Minute lag der Flensburg-Besieger sogar mit 4:7 zurück. Dann wurde allerdings MT-Schlussmann Johan Sjöstrand stärker und hielt einige schwierige Bälle. So kam Melsungen durch den einmal mehr unermüdlichen Marino Maric kurz vor der Pause zum 10:10. Postwendend stellte Christoph Schindler aber den alten Abstand her.

Und auch der zweite Abschnitt begann nicht nach dem Geschmack der Hausherren: 12:15 (36.). Es kam sogar noch schlimmer. In der 52. Minute betrug der Rückstand vier Treffer, als Schindler zum 22:18 traf. Kurz zuvor hatten die Nordhessen die Möglichkeit kläglich vergeben, zum 19:19 auszugleichen. In der Schlussphase probierten es die Melsunger mit einer offeneren Deckung, aber es reichte nicht mehr, um noch in der Nähe eines Unentschiedens zu gelangen. Allein drei Würfe von Christian Hildebrand fanden nicht ihr Ziel.

War das Ergebnis gerecht?

Die Melsunger haben zweifellos nicht ihren besten Tag erwischt. Da lief doch einiges nicht nach Wunsch. Sicher konnten sie mit einigen Entscheidungen der Unparteiischen Schulze/Tönnies aus Magdeburg hadern. Doch an den Referees lag es nicht, dass die MT die Partie verlor. Zudem erwies sich Gummersbach speziell in der Verteidigung als ein starker Gegner. Torwart Carsten Lichtlein war ein Meister seines Fachs.

Gab es einen Aufreger?

Absolut. In der 52. Minute prallen Torwart Lichtlein und Boomhouwer bei einem schnellen Gegenstoß der MT am Boden zusammen. Die Schiedsrichter entscheiden zwar auf Foul gegen den VfL und Ballbesitz für die Hausherren, geben aber dem Schlussmann nicht die Rote Karte. Nach Meinung von MT-Trainer Michael Roth und Manager Axel Geerken hätte dies aber so sein müssen.

MT Melsungen unterliegt Gummersbach

Wer stand im Blickpunkt?

Die Müllers. Und das nicht nur wegen der Bärte, die sie sich zusammen mit ein paar Kollegen wegen des erfolgreichen Saisonstarts haben wachsen lassen. Denn die Zwillinge Philipp und Michael feierten am Spieltag ihren 31. Geburtstag. Zum Feiern hatten sie letztlich nicht viel Anlass.

Wie war die Stimmung?

Die Menschen in der Region honorierten die Entwicklung beim nordhessischen Bundesligisten: 3674 Zuschauer (Saisonrekord) verwandelten die Rothenbach-Halle bei der Messe Kassel durchaus in einen kleinen Hexenkessel. An der Unterstützung der Anhänger lag es nicht, dass die Siegesserie der Melsunger gerissen ist.

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