MT Melsungen vor dem Pokalduell gegen den SC DHfK Leipzig

Auf ihnen lastet Druck: die MT-Rückraumspieler Lasse Mikkelsen und Julius Kühn. Foto: Schachtschneider

Kassel. Er weiß, wie Pokal geht. „Das System ist genauso wie in Dänemark. Am Ende gibt es ein Final Four", sagt Lasse Mikkelsen.

Der Neuzugang des Handball-Bundesligisten MT Melsungen holte sich in seiner Heimat 2014 und 2016 mit Skjern Handbold jeweils den Pokalsieg. Jetzt möchte der 29-Jährige auch im deutschen Pokal Geschichte schreiben. Dazu müssen sich er und seine Mitstreiter heute ab 19 Uhr gegen den Ligarivalen und Vorjahres-Halbfinalisten SC DHfK Leipzig behaupten.

„Das ist ein großes Spiel für uns“, sagt Mittelmann Mikkelsen vor der Partie in der Kasseler Rothenbach-Halle. Der Sieger steht im Viertelfinale - und damit nur noch einen Erfolg vom Finalturnier in Hamburg entfernt. Mikkelsen: „Das muss unser Ziel sein.“

Der Weg 

Leipzig behauptete sich in der 1. Runde im August gegen den VfL Eintracht Hagen und den ASV Hamm-Westfalen. Parallel zog die MT durch Erfolge gegen den TV Neuhausen sowie den Klassenkameraden Ludwigshafen ins Achtelfinale ein. Wer sich heute behauptet, darf dann am Donnerstag, 8. März, in der Runde der letzten Acht ran.

Die Ausgangslage 

In diesem Monat sind die Sachsen in der Liga noch ohne Sieg: zwei Niederlagen gegen Berlin und Magdeburg, ein Unentschieden gegen Lübbecke. Dagegen feierte Melsungen drei Siege: in Minden, gegen Hannover und in Lübbecke. Dennoch zollt Trainer Michael Roth dem Kontrahenten gehörigen Respekt: „Leipzig ist sehr unangenehm, weil sie auch auswärts immer an ihre Chance glauben.“

Das Spiel 

Die Gäste reisen mit einem exzellenten Schützen an: Nationalspieler Philipp Weber. Er sorgt zusammen mit Niclas Pieczkowski und Andreas Rojewski in der Aufbaureihe dafür, dass das Spieltempo hoch ist. „Wir haben kein einfaches Los gezogen“, stellt auch Axel Geerken fest. Der MT-Manager, der am Sonntag seinen 45. Geburtstag feierte, hätte nichts gegen ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk von der Mannschaft. Dafür müssen sich die Melsunger Angreifer aber cleverer anstellen als in Lübbecke, wo sie mit lediglich 22 eigenen Treffern die Nase vorn hatten. „Wir müssen mehr mit Köpfchen spielen, mehr Pässe spielen, um Lücken in die bewegliche Deckung reißen zu können“, weiß Mikkelsen.

Das Personal 

Kapitän Michael Müller wird erst im November wieder auf das Feld zurückkehren. Ansonsten hat die MT aber alle Mann an Bord. Roth vertraut weiterhin dem Rückraum mit Mikkelsen, Julius Kühn und Dener Jaanimaa. „Eine erfolgreiche Mannschaft braucht man nicht zu wechseln“, stellt der Trainer fest, „ich bin aber froh, dass ich einige Alternativen habe.“ So können Finn Lemke, Timm Schneider, Philipp Müller und auch der etatmäßige Rechtsaußen Tobias Reichmann bei Bedarf im Rückraum aushelfen. 

Mit Blick auf das schwere Bundesliga-Heimspiel am Sonntag ab 12.30 Uhr (Rothenbach-Halle gegen den SC Magdeburg) wird Roth auch alles versuchen, die Last auf mehrere Schultern zu verteilen.

Die Unterstützung 

Für die beiden kommenden Partien gibt es noch Eintrittskarten in allen Kategorien. Anders als in früheren Jahren werden die Zuschauereinnahmen nicht mehr zwischen den beiden Vereinen geteilt. Die MT muss laut Geerken einen Pauschalbetrag an Leipzig überweisen - dieser ergibt sich auch aus der Hallenkapazität. Im Fall der Melsunger sind dies 3500 Euro.

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