Schnellcheck

MT Melsungen verliert gegen Ekilstuna Guif im EHF-Pokal

Eskilstuna. Die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen haben in der Gruppenphase des EHF-Pokals ihre erste Niederlage kassiert. Vor 1313 Zuschauern in der Sporthalle Eskilstuna hieß es am Samstagachmittag am Ende 25:27 (14:16) gegen die schwedische Mannschaft von Eskilstuna Guif.

Somit muss die MT nächsten Samstag zu Hause gegen Nasice noch einen Punkt holen, um sich als Gruppensieger sicher für das Viertelfinale zu qualifizieren. Der Schnellcheck von Florian Hagemann.

Wie war das Spiel?  Die MT sparte in Halbzeit eins nicht mit Leichtsinnsfehlern. Allerdings hatte sie das Spiel insofern unter Kontrolle, als dass sie den Gegner nie gefährlich weit davonziehen ließ. Es blieb der Verdacht: Die Melsunger lassen die Schweden mal ein bisschen spielen, aber wenn es ernst wird, sind die Nordhssen da: mit Toren und Paraden von Torwart Mikael Appelgren. Zwei Tore Vorsprung waren deshalb das höchste der Gefühle für die Schweden. So stand es nach 19 Minuten 10:8 für die Gastgeber, in die Halbzeit ging es mit einem 16:14. Alles noch im Rahmen, dennoch deutete sich hier schon an: Es fiel es dem Bundesligisten schwer, in der engen Halle ein geordnetes Spiel aufzuziehen. Wer dachte, es würde nach der Pause besser aus Sicht der Nordhessen, der sah sich getäuscht. Es wurde? Eher schlechter! Die MT verlor nun zeitweise völlig die Linie. Dazu gehörte auch, dass beste Chancen vergeben wurden. Die Folge: Bis zur 40. Minute führte Eskilstuna schon mit fünf Treffern. Trotzdem wurde die Schlussphase noch einmal heiß, weil Mikael Appelgren sein Team mit zwei gehaltenen Siebenmetern und manch weiterer Parade im Spiel hielt. Als Felix Danner in der 51. Minute das 23:25 aus Melsunger Sicht erzielte, war alles bereitet für ein spannendes Finale, zumal die MT den körperlich robusteren Eindruck machte. Aber es blieb dabei: Melsungen machte leichte Fehler und vergab Chancen. Da brachte es auch nichts, dass Mikael Appelgren weiter fleißig Siebenmeter parierte.

Ist das Ergebnis gerecht? Letztlich schon. Die MT fand nie zu ihrem Spiel und ließ sich von den Rahmenbedingungen beeindrucken, so schien es.

Wer war bester Schwede?  MT-Torwart Mikael Appelgren hielt einen Siebenmeter nach dem anderen. Gerüchten zufolge soll er immer noch in der Sporthalle Eskilstuna stehen und Siebenmeter halten. Nur, es half nichts.

Wie war die Atmosphäre? Sagen wir es mal so: äußerst interessant. Die Sporthalle in Eskilstuna, die genau so heißt, strahlt einen ganz besonderen Charme aus. 80er-Jahre vielleicht. Oder noch früher. Die Spielfläche geht fast nahezu über in die Zuschauerränge. Das hat schon etwas. Zumal dann doch noch ziemlich viele Fans gekommen sind. Zunächst hatte es geheißen, dass nicht einmal 1000 Besucher kommen würden, weil die meisten Einwohner Eskilstunas zum örtlichen Pferderennen gehen würden. Aber auch der Handball zog eine gewisse Masse an: Die Stimmung war so gut, dass man glauben kann, genau hierfür sei einst der Begriff Hexenkessel erfunden worden. 30 mitgereiste MT-Fans trugen ihren Teil dazu bei.

Wie geht es jetzt weiter?  Das letzte Gruppenspiel der MT zu Hause gegen Nasice am kommenden Samstag in der heimischen Rothenbachhalle ist nun nicht mehr bedeutungslos. Das ist der - wenn man so will - positive Nebeneffekt der Melsunger Niederlage: Es geht noch um was. Und es ist immer noch sehr sehr wahrscheinlich, dass Melsungen ins Viertelfinale einzieht.

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