Schweigeminute vor dem Spiel

Melsungen wirft sich für den Gipfel warm: 36:30 gegen Balingen

Brachten die MT früh auf Kurs: Torwart Johan Sjöstrand (rechts) und Rechtsaußen Johannes Sellin (im Vordergrund). Foto: Fischer

Balingen. Tabellenplatz zwei gefestigt und ein bisschen für das Topspiel der Handball-Bundesliga warm geworfen: Unterm Strich stand ein 36:30 (17:10)-Sieg gegen Balingen.

Eine Woche vor dem Gipfeltreff in der bereits ausverkauften Kasseler Rothenbach-Halle (Samstag, 21. November, 19 Uhr) mit Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen hat die MT Melsungen auch die Aufgabe bei HBW Balingen-Weilstetten mit Bravour gelöst. „Wir hätten sicher auch noch etwas deutlicher gewinnen können, das wäre aber Jammern auf hohem Niveau“, bilanzierte Manager Axel Geerken.

Vor dem Anwurf gab es nach den Anschlägen von Paris am Vorabend eine Schweigeminute in der Halle. Beide Teams sollten mit Trauerflor auflaufen – auf Initiative des Handball-Bundesliga-Verbandes. Da die MT bereits am Freitag angereist war, konnte sie kurzfristig keine schwarzen Textilbänder mehr organisieren. „An diesem und den folgenden Spieltagen wollen wir ein deutliches Zeichen der Solidarität für alle Terroropfer und Verfolgte und gegen jede Form von Fremdenhass setzen“, hatten die HBL und auch der Deutsche Handball-Bund (DHB) vorab erklärt.

Nur anfangs lagen die Melsunger zurück. 3:1 führten die Gallier von der Alb. Dann aber fanden die Hausherren in der mit 2350 Zuschauern ausverkauften Sparkassen-Arena immer seltener den Weg zum Tor. Die Abwehr stand gut, Torwart Johan Sjöstrand hielt solide – und die sich bietenden Konterchancen verwertete Rechtsaußen Johannes Sellin. „Wir haben den Gegner nichts ins Spiel kommen lassen und sind selbst viele Konter gelaufen“, lobte Melsungens Manager Geerken das Team. Von 12:8 setzten sich die Gäste nach Toren von Kapitän Michael Müller (2), Momir Rnic und Marino Maric auf 15:8 ab (27.).

Nach der Pause wuchs der Vorsprung sogar an. Der Treffer von Felix Danner in der 43. Minute bedeutete eine Zehn-Tore-Führung: 26:16. Zwar verkürzten die Schwaben noch einmal auf 22:28, ernsthaft gefährlich werden konnten sie dem Favoriten nicht mehr. Angesichts des sicheren Vorsprungs durften in der Schlussphase einige Dauerbrenner im MT-Kader Kräfte schonen und erlebten die letzten Minuten von der Bank aus.

Johannes Sellin war mit elf Toren bester Schütze der Gäste. Bei den Hausherren markierte der Ex-Melsunger Alexandros Vasilakis zwei Treffer

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