Raus aus dem Flugzeug, rein ins Flugzeug

Melsunger Handball-Profis zwischen EM-Qualifikation, WM-Vorbereitung und Spielabsagen

Kehrte mit einer Niederlage aus Portugal zurück: Islands Trainer Gudmundur Gudmundsson von der MT Melsungen.
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Kehrte mit einer Niederlage aus Portugal zurück: Islands Trainer Gudmundur Gudmundsson von der MT Melsungen.

Kurz vor der Handball-Weltmeisterschaft in Ägypten sind einige Profis der MT Melsungen in der EM-Qualifikation gefordert.

Kassel – Am späten gestrigen Vormittag stieg Handball-Coach Gudmundur Gudmundsson mit der isländischen Nationalmannschaft in Porto ins Flugzeug. Mit im Gepäck: eine 24:26-Niederlage in der EM-Qualifikation gegen Portugal. „Es war ein enges Spiel, wir haben leider in den letzten zehn Minuten zu viele gute Chancen vergeben“, bedauerte der 60-Jährige. Darunter waren zwei vergebene Siebenmeter.

Allerdings beschäftigten den Trainer vom Bundesligisten MT Melsungen nicht nur die Punktverluste, die er mit der Auswahl der Inseleuropäer erlitten hatte: „Die vielen Reisen, allesamt mit Maske – das ist in diesen Zeiten schon sehr unangenehm“, sagt Gudmundsson. Über Amsterdam ging es gestern noch zurück nach Reykjavik – Ankunft am frühen Abend. Nach dem zweiten Kräftemessen am Sonntag gegen die Portugiesen fliegt das Team um MT-Kreisläufer Arnar Freyr Arnarsson dann bereits am Montag nach Ägypten, wo am Mittwoch die WM beginnt. Am kommenden Donnerstag treffen Island und Portugal dann dort zum Auftakt der Vorrunde zum dritten Mal innerhalb von neun Tagen aufeinander. Die Nordlichter müssen verletzungsbedingt auf Superstar Aron Palmarsson verzichten.

Neben Gudmundsson und Arnarsson sowie den fünf deutschen Profis Silvio Heinevetter, Tobias Reichmann, Timo Kastening, Julius Kühn und Kai Häfner steckt von der MT auch Marino Maric mitten in der WM-Vorbereitung. Der Kreisspieler steuerte zum 31:28-Sieg Kroatiens gegen Europameister Spanien zwei Tore bei. Morgen steigt in Madrid das Rückspiel – die Begegnungen gehören zum EHF Euro Cup, an dem die vier Teams teilnehmen, die bereits für die EM-Endrunde 2022 in Ungarn und der Slowakei qualifiziert sind.

Nebojsa Simic, montenegrinischer Torwart der MT Melsungen.

Eigentlich sollte Melsungens Torwart Nebojsa Simic zweimal mit Montenegro in der EM-Qualifikation gegen Schweden antreten. Da die Skandinavier aber coronabedingt in Quarantäne sind, mussten die Partien abgesagt werden. „Wir sind sehr enttäuscht, dass wir nicht gespielt haben“, erklärt „Simo“, „wir waren gut vorbereitet und hätten eine Chance gehabt, zu Hause zu gewinnen.“ Er und seine Teamkollegen machen nun aus der Not eine Tugend und trainieren nun bis zum Sonntag weiter in Podgorica. Der Schlussmann erläutert: „Wir haben sonst nicht viel Zeit für die Trainingseinheiten. Deshalb genießen wir nun die gemeinsame Zeit.“ (Björn Mahr)

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