Melsunger Handballer erwarten Sonntag ab 12.30 Uhr Europacupsieger Göppingen

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Haben sie auch am Sonntag Grund zur Freude?: Finn Lemke (Hintergrund) und Tobias Reichmann treffen mit der MT auf Stuttgart.

Kassel. Der amtierende Europapokalsieger kommt. Doch an die glanzvollen Momente im Frühling dieses Jahres denken bei den Handballern von Frisch Auf Göppingen im Moment die wenigsten.

Vor dem Auftritt am Sonntag ab 12.30 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle bei der MT Melsungen liegen die Schwaben lediglich auf dem zwölften Rang – nur fünf Zähler Abstand zum Drittletzten.

„Wir müssen der schlechten Anfangsphase Tribut zollen“, sagt Göppingens Trainer Rolf Brack. Nur einen Sieg gab es an den ersten acht Spieltagen. Dabei ist Brack nur bedingt für die momentane schwierige Situation verantwortlich. Zum einen wurde er erst Ende September für den glücklosen Magnus Andersson verpflichtet. Zum anderen leidet sein Team unter großen personellen Problemen. „Das verfolgt uns extrem“, sagt der Handball-Lehrer. Zurzeit fallen gleiche mehrere Linkshänder aus: Adrian Pfahl, Anton Halén und der nachverpflichtete Ex-Eisenacher Tomas Urban. Nach einigen Erfolgen kassierte Frisch Auf zuletzt eine bittere 25:28-Heimschlappe gegen Erlangen.

MT-Coach Michael Roth bezeichnet den Kontrahenten als „Wundertüte“: „Göppingen ist schwer ausrechenbar.“ Zumal sich Taktikfuchs Brack immer einiges einfallen lässt. Mal bringt er den siebten Feldspieler, mal setzt er auf ein System mit zwei Kreisläufern: Jacob Bagersted und Kresimir Kozina. „Am Kreis ist der Gegner stark besetzt“, warnt Melsungens Abwehr-Hüne Finn Lemke, „aber auch der Rückraum ist schlagkräftig.“ Dort baut Brack vor allem auf drei Rechtshänder: Tim Kneule, Zarko Sesum und Allan Damgaard. Punktuell wird der frühere MT-Profi Jens Schöngarth eingesetzt.

„Wir wollen unsere Heimstärke unter Beweis stellen“, betont Roth. Dabei kann er auf eine Blockbildung inzwischen verzichten. Für die Aufbaureihe hat er viele Kandidaten: Julius Kühn, Philipp und Michael Müller, Lasse Mikkelsen, Dener Jaanimaa, Timm Schneider und? Na klar, Lemke. Wegen einer Zerrung, die er sich bei seinem herrlichen Tor in der Anfangsphase in Berlin zuzog, kann der 25-Jährige wohl nur in der Deckung spielen. Die Gegenstöße dürfte er deshalb nicht laufen.

Fraglich ist der Einsatz von Torwart Johan Sjöstrand (Rippenprobleme). Kollege Nebojsa Simic (zuletzt krank) ist dagegen wieder an Bord. Als möglicher dritter Torhüter könnte Fabian Meyfarth aus der Reserve in den Kader rücken.

„Wir wollen mit einem guten Eindruck das Jahr 2017 beschließen. So können wir mit einem angenehmen Gefühl in die Pause gehen“, erklärt Lemke. Nach der Partie gegen Göppingen warten noch ein Heimspiel gegen Stuttgart (Donnerstag, 18.30 Uhr) und die Partie in Gummersbach (26. Dezember).

Hinweis: Karten für das Spiel am Sonntag gibt es noch ab 11 Uhr an der Tageskasse.

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