Liveradio am Samstag ab 20 Uhr

Melsunger Handballer haben Nexe vor Augen und Berlin im Kopf

Guter Dinge: Melsungens Kreisläufer Marino Maric (links, hier mit Linksaußen Jeffrey Boomhouwer) erwartet mit der MT heute seine Landsleute in der Rothenbach-Halle. Archivfoto: Fischer

Kassel. Fragt man Handballer wie die der MT Melsungen nach den nächsten Zielen, dann antworten sie stereotyp: „Wir schauen nur von Spiel zu Spiel.“

Im Vorfeld des Europapokal-Heimauftritts am heutigen Samstag ab 20 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle gegen RK Nexe aus Kroatien war allerdings immer wieder auch schon der Name Füchse Berlin zu hören. Die Hauptstädter sind am kommenden Mittwoch ab 19 Uhr zum Bundesliga-Duell an der Fulda.

„Das kommt im Spitzenhandball wirklich selten vor, dass man sich während einer Saison mit dem übernächsten Gegner beschäftigen kann“, sagt Regisseur Patrik Fahlgren. Jetzt dürfen er und seine Kollegen dies tun, weil die Partie gegen der Verein aus Nasice keine Auswirkungen mehr auf die Tabelle hat. Egal, ob Melsungen gewinnt oder verliert, der Gruppensieg und der Einzug ins Viertelfinale sind dem Team von Trainer Michael Roth nicht mehr zu nehmen.

Konzentration hochhalten

„Für die Tabelle hat die Partie zwar keine Bedeutung“, erklärt Fahlgren, „aber die Begegnung bekommt dann Bedeutung, sobald wir nicht unsere Leistung zeigen.“ So wollen er und seine Mitstreiter die Aufgabe auch dazu nutzen, sich weiter einzuspielen für den Knüller gegen die Füchse. Schon im Abschlusstraining am Freitag in der Rothenbach-Halle gab Roth einen Einblick, was taktisch gegen die Berliner wichtig sein könnte.

Gegen Nexe können die Nordhessen zudem beweisen, dass sie dazu gelernt haben und trotz der vielen englischen Wochen die Konzentration über einen längeren Zeitraum hochhalten können. „Ich bin gespannt, wie gut mein Team die Vorgaben umsetzt“, sagt Roth. Im Erstliga-Duell mit Hamburg (23:26) und in der EHF-Cup-Begegnung vor einer Woche in Eskilstuna (25:27) war seinen Mannen dies nicht gelungen.

MT-Kreisläufer Marino Maric ist guter Dinge, dass er und seine Kollegen die nötige Spannung aufbauen: „Wir sind Profis. Und außerdem ist es für uns Handballer immer schöner, ein Spiel zu bestreiten als ein Übungsprogramm zu absolvieren.“

Für die Gäste aus Kroatien ist es genauso wie Melsungen, das am Mittwoch 35:23 in Bietigheim gewann, in dieser Woche der zweite Einsatz. In der SEHA-Liga verlor Nexe mit 28:30. „Wir haben zuletzt nicht gut gespielt. Wir wollen uns wieder steigern“, sagt RK-Coach Zdenko Kordi. Der Handball-Lehrer der Gäste war nach der Pressekonferenz vom Hinspiel kollabiert und sofort ins Krankenhaus eingeliefert worden. Dafür sollen die hohen Temperaturen in der Halle in Nasice mitverantwortlich gewesen sein. „Es war ziemlich heiß“, erinnert sich Maric, „schon vor dem Beginn hatte ich gemerkt, dass mein Herz schneller geschlagen hat als sonst.“

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