MT-Fazit zum Sparkassencup

Melsunger Handballer überzeugen mit Tempo und Variabilität

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Kaum zu stoppen: Melsungens Domagoj Pavlovic (rechts) schüttelt hier Hannovers Cristian Ugalde ab. 

Rotenburg/Melsungen. Der Vorjahressieger ist entthront. Die Handballer der MT Melsungen haben ihren dritten Triumph beim Sparkassencup knapp verpasst und unterlagen im Endspiel in Rotenburg dem SC Magdeburg 28:30. Das MT-Turnierfazit.

Wenn der Sparkassencup ein kleiner Vorgeschmack auf die Auftritte der Melsunger Handballer in der kommenden Bundesliga-Saison war, dann dürfen sich die MT-Fans vor allem auf zwei wichtige Elemente bei ihrem Team freuen: Tempo und Variabilität. „Für diese Phase der Vorbereitung sind unsere Leistungen schon sehr gut“, erklärte Domagoj Pavlovic zufrieden.

Der neue kroatische Spielmacher erweist sich dabei als treibende Kraft. Mit ihm geht’s schnell nach vorn, und seine dynamischen Antritte bereiten den Gegnern regelmäßig Probleme. Darüber hinaus verfügt der 1,89 m große Angreifer über einen hervorragenden Wurf. Auch wenn Akteure wie Marino Maric und Tobias Reichmann ebenfalls schon einen überzeugenden Eindruck hinterlassen haben, mag Trainer Heiko Grimm zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen Spieler besonders hervorheben. „Wichtig ist, dass die Jungs die nötige Bereitschaft zeigen – und das tun sie“, betonte der Coach nach dem 33:30-Erfolg am Samstagabend, als seiner Mannschaft im letzten Gruppenspiel gegen die TSV Hannover-Burgdorf praktisch alles abverlangt wurde.

Dass sein Team am Wochenende noch etliche glasklare Tormöglichlichkeiten ausließ, sah Grimm vollkommen entspannt: „Hauptsache, wir erarbeiten uns gute Chancen.“ Allerdings wünscht sich der Ex-Nationalspieler in manchen Spielphases noch mehr Präsenz. Den Sparkassencup nutzten die Melsunger dazu, an der Abwehr zu feilen. Mal deckte seine Mannschaft im 6:0-, mal im 5:1-Verbund. Dabei übernahm der 2,10 m große Kapitän Finn Lemke den Part des vorgezogenen Verteidigers. „Die 6:0-Variante ist uns allen gut vertraut“, sagt Michael Müller, „für das 5:1-System brauchen wir noch etwas Zeit.“ Hannovers spielstarker Morten Olsen schaffte es wiederholt, im Zentrum der MT-Hintermannschaft durchzubrechen.

„Das ist dennoch eine große Herausforderung für jeden Gegner, wenn so ein Albatross wie Finn da seine Spannweite ausspielt“, ist Philipp Müller überzeugt. Überhaupt blickt der erfahrene Innenverteidiger positiv den nächsten Wochen entgegen: „Wir sind jetzt schon ein Stück weiter als vor einem Jahr.“

Im Sommer 2017 hatte Melsungen gleich fünf Neue. In die Abwehr musste neben Lemke vor allem auch noch Julius Kühn eingebaut werden. Zudem gab es seinerzeit mit Nebojsa Simic einen neuen Torwart. Jetzt funktionieren die Absprachen zwischen den Defensivkräften und den Schlussleuten Simic sowie Johan Sjöstrand schon, und von den Neuen muss in erster Linie Simon Birkefeldt in die Deckungsarbeit integriert werden.

Die Variabilität im Abwehrbereich könnte ein Trumpf für die Nordhessen werden. Wenn Michael Allendorf bald wieder fit ist, kann dieser auch vorgezogen decken – und der 31 Jahre alte Linksaußen interpretiert die Rolle naturgemäß anders als sein 20 Zentimeter größerer Mitstreiter. 

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