Drei MT-Handballer in Düsseldorf dabei

Für 50 Länderspiele: Melsunger Kühn bei Testspiel gegen Schweiz ausgezeichnet 

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Drei MT-Profis beim Länderspiel in Düsseldorf: (von links) Roman Sidorowicz, Julius Kühn und Finn Lemke.

Düsseldorf. Beim Handball-Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft in Düsseldorf gegen die Schweiz standen drei Profis des Bundesligisten MT Melsungen im Blickpunkt.

Neben Finn Lemke, Roman Sidorowicz und Julius Kühn betrat mit Johannes Golla ein ehemaliges MT-Talent erstmals die ganz große Bühne. „Das erste Länderspiel und gleich das erste Tor – das war natürlich schon etwas Besonderes“, sagte der 21-Jährige von der SG Flensburg-Handewitt.

Den erhofften Sieg zu seinem Debüt in der DHB-Auswahl gab es allerdings nicht: Die Deutschen verloren den Test im mit 11 593  Zuschauern ausverkauften ISS Dome 27:29 (10:9). So freute sich letztlich vor allem der Schweizer Sidorowicz. „Der Erfolg gibt uns weiteres Selbstvertrauen“, stellte der 27-Jährige mit Blick auf die nächsten Aufgaben im April fest. 

Dann geht es für die Eidgenossen in der EM-Qualifikation gegen Belgien. Zunächst aber kann der dynamische Rückraumakteur in den kommenden Übungseinheiten bei der MT seinem hochgewachsenen Kollegen den Prestigesieg unter die Nase reiben.

MT-Heimspiel gegen die Füchse Berlin am Donnerstag

„Glücklicherweise ist Sido kein Lautsprecher“, erklärte 2,10-m-Hüne Lemke schmunzelnd. Ab heute beginnt die Einstimmung auf die Bundesliga-Begegnung am kommenden Donnerstag ab 19 Uhr gegen die Füchse Berlin.

Es war nicht das erste Mal, dass die beiden Melsunger in einem Länderspiel aufeinandertrafen. Im November 2016 setzten sich die Deutschen in Zürich mit 23:22 durch. Damals ging es um wichtige Punkte in der EM-Qualifikation. 

Mittendrin: Der Ex-Melsunger Johannes Golla musste nach seinem Länderspieldebüt viele Autogramme schreiben. 

Am Samstagnachmittag war es aus deutscher Sicht in erster Linie eine Standortbestimmung vor den beiden Pflichtspielen im April gegen Polen. „Die neuen Spieler machen mächtig Druck. Wir haben jetzt eine größere Breite im Kader“, befand Lemke. Damit meinte er auch seinen ehemaligen Teamkameraden Golla, der einst in Melsungen den Sprung in den Profibereich geschafft hatte.

Auszeichnung für Kühn 

Vollkommen unerwartet tauchte Julius Kühn auf dem Feld auf. Nachdem die Nationalhymnen ertönt waren, wurde der Torjäger vom DHB-Präsidenten Andreas Michelmann für 50 A-Länderspiele geehrt. Dieses Jubiläum feierte Kühn bereits Ende Oktober im Kosovo. Dort hatte sich der 25-Jährige aber einen Kreuzbandriss zugezogen, weswegen er auch die Weltmeisterschaft in Deutschland verpasst hatte.

„Es ist natürlich eine große Ehre, hier in Düsseldorf ausgezeichnet zu werden“, sagte Kühn, der in der Rhein-Metropole die ersten großen Erfolge seiner Karriere bejubelte. Mit der A-Jugend der HSG Düsseldorf war er Deutscher Meister geworden. 

Kühn wird nun noch mal ins Reha-Zentrum nach Donaustauf reisen, um an seinem Comeback zu arbeiten. Ende April möchte er wieder ins Hallentraining einsteigen. In Aktion werden ihn die Fans wohl erst in der nächsten Saison erleben. Zumindest stand er am Samstag schon mal kurz auf dem Feld.

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