Bundesliga-Schnellcheck vom letzten Spieltag

Serie der MT Melsungen reißt bei Meister Rhein-Neckar Löwen

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Mannheim. Am letzten Spieltag verlor die MT Melsungen in der Handball-Bundesliga beim designierten Titelträger Rhein-Neckar Löwen 28:33 (14:19).

Doch nicht nur der Auftritt des Meisters interessierte die Handball-Fans. Auch der Abstiegskampf stand im Blickpunkt. Unser Schnellcheck vom letzten Bundesliga-Spieltag:

Konnten die Melsunger ihre Serie ausbauen? 

Leider nein. Nach zehn Spielen mit 19:1 Punkten hat es die MT am bedeutungslos gewordenen letzten Spieltag erwischt. „Wir haben uns dennoch mit einer einigermaßen guten Leistung aus der Saison verabschiedet“, befand Rückraumakteur Philipp Müller.

Hatten die Nordhessen alle Mann an Bord? 

Nein. Neben den verletzten Gabor Langhans und Nenad Vuckovic, der aber für diese Zeitung noch einmal als Co-Kommentator beim Liveradio dabei war, stand auch der dänische Ersatztorwart René Villadsen nicht zur Verfügung. In dieser Woche kam Sohn Arthur zur Welt. So weilte der Hüne in seiner Heimat bei seiner Frau in Belinda.

Wie war denn das Spiel der MT in Mannheim? 

Anfangs war es ein munteres Spielchen. Dabei gingen die Nordhessen durch Timm Schneider mit 1:0 in Führung. Allerdings kam nach einer Viertelstunde etwas Sand ins Getriebe. Die Abwehr stand nicht ganz so stabil wie gewohnt.

Auch der Angriff produzierte zu viele Fehler. Die Außen wurden kaum ins Spiel gebunden, und oft scheiterten die Gäste an Schlussmann Andreas Palicka. Die Schwächen der Melsunger bestrafte der Favorit mit einigen Tempogegenstoßtreffern. Fünf Minuten vor Ende der ersten Hälfte lag die MT mit 11:17 zurück. Es roch nach Vorentscheidung.

Kurz nach Wiederbeginn gelang es Kreisläufer Marino Maric, seine Farben auf 16:19 heranzubringen (32.). Im zweiten Durchgang war die MT besser im Spiel. Vor allem die Abwehr zeigte sich sicherer. Mehr als bis auf drei Tore (26:23, 47.) ließen die Hausherren den Tabellensiebten nicht herankommen. Mit dem 31:25 durch den Spanier Rafal Baena nach Kombination über Andy Schmid und Gudjon Valur Sigurdsson (53.) war die Partie praktisch entschieden. Immerhin konnte Melsungens Momir Rnic gegen seinen zukünftigen Klub noch drei Treffer erzielen. Bester Schütze der Roth-Schützlinge war Kapitän Michael Müller mit fünf Erfolgen.

Wie war die Stimmung in der Mannheimer SAP-Arena? 

Hallo? Die Halle war ausverkauft. Der Meister lud zur Party, und 13 200 Zuschauer machten dem neuen und alten Champion ihre Aufwartung. Unter den Besuchern waren auch deutlich mehr als 100 Handball-Fans der MT. Aber sie hatten einen schweren Stand gegen die vielen lautstarken Anhänger in ihren gelben Shirts.

Noch einmal für das HNA-Liveradio im Einsatz: Der scheidende MT-Profi Nenad Vuckovic (links, hier mit Kommentator Patrick Schuhmacher).

Wie spannend war es denn in den anderen Hallen? 

Sport 1 übertrug am letzten Spieltag die für den Abstiegskampf relevanten Begegnungen in einer Konferenzschaltung. Zurecht, wie sich herausstellte. Denn als der TBV Lemgo im zweiten Abschnitt gegen den VfL Gummersbach in Rückstand geriet, hatte der Bergische HC kurzzeitig den Abstiegsrang verlassen –Spannung pur. Erst mit dem 32:31 durch Tim Suton 20 Sekunden vor Ende war klar, dass die Lemgoer in der Klasse bleiben würden.

Tränen flossen dagegen in Wuppertal: Dem BHC reichte ein eigener 32:24-Sieg über die TSV Hannover-Burgdorf nicht, er steigt als Tabellen-16. ab. Die Zuschauer feierten dennoch ihr Team. Sie skandierten: „BHC“. Sport-1-Reporter Markus Götz sprach von einem „Gänsehaut-Moment“. Und hatte damit Recht.

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