Die MT Melsungen hat heute in Hannover ihren Linksaußen dabei – bei einem Sieg winkt Sonderurlaub

Michael Allendorf landet wieder

Kann für Melsungen in Hannover auf Torejagd gehen: Linksaußen Michael Allendorf. Archivfoto: Fischer

Kassel. Er müsse sich auf vier bis sechs Wochen Pause einstellen, hieß es Anfang September seitens der medizinischen Abteilung. So lange würde Michael Allendorf der MT Melsungen für Einsätze in der Handball-Bundesliga nicht zur Verfügung stehen. Doch der Linksaußen hatte ganz andere Pläne: „In drei Wochen will ich wieder spielen.“

Und tatsächlich kann der 29-Jährige schon heute ab 19 Uhr in der Partie bei der TSV Hannover-Burgdorf wieder Druck über die linke Angriffsseite machen. „Die Verletzung ist schnell verheilt“, freut sich Allendorf, der am 5. September bei einer Rettungsaktion am eigenen Kreis einen Muskelfaserriss erlitten hatte. Die Rückkehr des Nationalspielers ist aber nicht der einzige Grund, weshalb die Melsunger mit einer gehörigen Portion Optimismus in die niedersächsische Landeshauptstadt reisen. Ein paar Fakten vor dem Spiel:

• Das positive Gegenstück zu Gummersbach: Gegen den Klub aus dem Oberbergischen musste sich die MT vor Wochenfrist zum dritten Mal in Folge in eigener Halle beugen. „So schlecht wie wir gegen Gummersbach immer wieder daheim aufgetreten sind, so gut waren wir in Hannover“, erklärt Allendorf.

Von sechs Gastspielen gewann Melsungen fünf, darunter die Partien der beiden vergangenen Serien.

• Die etwas andere Einstimmung: Normalerweise setzt Coach Michael Roth für das MT-Team montags, dienstags und donnerstags jeweils zwei Übungseinheiten an. In dieser Woche bat er seine Schützlinge statt am Donnerstag bereits am Mittwoch zweimal zum Training.

„Es ist das Ende der ersten Spielperiode. Da wollten wir mal etwas anders machen“, erläutert Roth, „die Jungs sollen so am Samstag die nötige Frische haben.“ Nach der Partie hat Melsungen zwei Wochen keinen Wettkampf, es findet ein paar Tage kein Mannschaftstraining statt.

Im Fall eines Erfolges in Hannover winkt dem Team sogar noch ein Tag Sonderurlaub.

• Die schönen Aussichten: Durch die Pleite des Meisters THW Kiel am Mittwoch in Göppingen rückten die Nordhessen in der Tabelle wieder auf den zweiten Rang vor. „Wenn wir jetzt gewinnen, dann bleiben wir im Oktober auf jeden Fall vorn dabei“, verdeutlicht Roth die Bedeutung der Begegnung in der Swiss Life Hall.

• Die Spielweise der Burgdorfer: Zwar kann die TSV auch über Lars Lehnhoff und Timo Kastening schnelle Gegenstöße laufen, ein wichtiges Element in der Vorgensweise der Hausherren ist aber der Positionsangriff. Kein Wunder, denn der Rückraum mit Morten Olsen, Mait Patrail, Sven-Sören Christophersen, Csaba Szücs, Runar Karason und Kai Häfner genügt allerhöchsten Ansprüchen. „Allerdings liegt uns Hannover“, betont Michael Allendorf, „mit unserer 5:1- oder 6:0-Abwehr können wir diese Offensivreihe stoppen.“

Wobei der schnelle Außen in beiden Deckungssystemen wichtige Aufgaben übernimmt. Und falls er eine Erholungspause benötigt, können ihn Marino Maric in der Verteidigung und Jeffrey Boomhouwer auf Linksaußen vertreten. Eine Erkenntnis aus der Zeit, als Allendorf fehlte.

Von Björn Mahr

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