Handball-Lehrer mit Uni-Team zum Trainingslager in Polen

Ex-Melsunger Coach Roth trainiert wieder Sydney

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Das war 2018: Michael Roth war vor der Klub-WM in Doha nach Sydney gereist. Die Zeit nutzte er, um sich das bekannte Opernhaus (Bild) anzuschauen.

Der Ex-Melsunger Handball-Trainer Michael Roth wird bei der Klub-WM wieder die Mannschaft aus Sydney betreuen. Ein Trainingslager findet vorab in Europa statt.  

Wenn Ende des Monats die Klub-Weltmeisterschaft im Handball ausgetragen wird, ist einiges neu. Denn erstmals wird nicht in Doha/Katar, sondern in Dammam/Saudi-Arabien gespielt. Auch das Teilnehmerfeld setzt sich etwas anders zusammen als vor einem Jahr. 

Doch einmal abgesehen davon, dass der FC Barcelona als Titelverteidiger erneut am Start sein wird, tritt auch die Universitätsmannschaft von Sydney wieder mit einem alten Bekannten auf der Trainerbank an: Michael Roth. Der ehemalige Melsunger Bundesliga-Coach, der immer noch bei der MT unter Vertrag steht und sich eine Erlaubnis des heimischen Bundesligisten besorgen musste, sagte den Australiern erst nach reiflicher Überlegung zu.

„Im vergangenen Jahr hatte ich nur drei Trainingseinheiten mit der Mannschaften, diesmal wollte ich das Team zumindest eine komplette Woche zusammenziehen“, erklärt Roth. Seinem Wunsch wurde entsprochen. Bevor es nach Saudi-Arabien geht, absolviert die Mannschaft noch ein Trainingslager in Europa – in Polen. Von dort stammt einer seiner Spieler: Tomasz Sklarski.

Gegen Rekordmeister THW Kiel

Nach Sydney reist Roth nicht. Gern hätte der erfahrene Handball-Lehrer sein Team nach Deutschland geholt. Das wäre aber zu teuer geworden. Und finanziell kann Sydneys Uni-Auswahl keine großen Sprünge machen. Es gibt nur einige Kleinsponsoren wie etwa den Kasseler Gleisbau-Unternehmer Jens Rose.

Seine Mannschaft lernt Roth praktisch erst nach der Ankunft in Polens Hauptstadt Warschau kennen. Er bekam vorab Videos von den in Frage kommenden Spielern zugeschickt. „Wir sind auf jeder Position diesmal doppelt besetzt“, stellt der 57-Jährige erfreut fest, „wir können deutlich öfter wechseln.“ Für das Auftaktspiel wird ihm das wohl nicht wirklich viel helfen. Erster Gegner ist am 27. August der deutsche Rekordmeister THW Kiel.

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